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Drei Tonnen Müll gesammelt

10.08.2008 | 16:46 Uhr

SCHEPERSFELD. Im Glacis fanden die Teilnehmer reichlich Unrat, aber auch einen kaputten Dia-Projektor im Original-Karton.

Am Samstag wurde aufgeräumt: Gegen Mittag waren die drei Mülltonnen reichlich gefüllt. Erwachsene und Kinder waren im Glacis mit Handschuhen und Zangen unterwegs. (Foto: Gerd Hermann)WEITERE AKTIONEN GEPLANT

WESEL. Es gibt zwar Sehenswürdigkeiten aus Glas, aber im Schepersfelder Glacis verstreut liegende Flaschen gehören eindeutig nicht dazu. Als Scherben werden sie sogar gefährlich: besonders für Kinder oder auch für Hunde. Drei Tonnen an Glas und sonstigem Müll haben am Samstag rund 20 Verantwortungsbewusste im Rahmen der Aktion des Schepersfelder Stadtteil-Projekts "Zukunft von morgen" aus den Grünanlagen geholt. Nein, nicht 3000 Kilogramm: Aber die drei Mülltonnen - die Ausrüstung, so auch Zangen und Handschuhe, stellte der ASG - waren ordentlich gefüllt.

Einen Wettbewerb um das merkwürdigste Fundstück hätte wahrscheinlich Antonia (7) gewonnen, lag da doch tatsächlich, wenn auch im Original-Karton, ein kaputter Dia-Projektor herum. Schwester Lyn (10) und Papa Ralf Gilsbach packten auch mit an, hatten aus der NRZ von der Aktion erfahren. "Es hat auch einfach Spaß gemacht", fanden sie hinterher - obwohl im Müll sicherlich nicht alles so appetitlich war. Die Stärkungs-Würstchen am Mehrgenerationenhaus hinterher, dem Treffpunkt der Initiative, hatten sie sich verdient. Dessen Geschäftsführerin Anne Oberdorfer sagte: "Es ist im übrigen ja auch die Aufgabe dieses Hauses, die Generationen zusammenzuführen." Da freute es nicht nur sie, dass einige Kinder sich vor Ort spontan beteiligten. "Wenn wir Bewusstsein schaffen, ist das wichtiger als die einzelne Aufräum-Aktion", meinte Ralf Gilsbach. Und glaubt allerdings: "Im Schepersfeld sieht es nicht schlimmer aus als anderswo."

Jürgen Lantermann bestätigt's. Seit 40 Jahren lebt er hier. "Unsere grüne Lunge ist jedenfalls kein Brennpunkt mehr", meint er. Zum Beispiel Abfälle von Drogenabhängigen gebe es nicht. Als Polizist konnte er am Samstag gleich mal die Sicherstellung eines gefundenen Fahrrads einleiten - schließlich könnte es als gestohlen gemeldet sein.Als Langzeit-Ziel sieht der Schepersfelder Willi Heinrich besonders den Zuzug junger Familien. "Dafür wollen wir hier das Niveau halten oder sogar verbessern." Interessierte sind zum nächsten Treffen am 19. August um 19 Uhr im Mehrgenerationenhaus eingeladen. Die nächste Aktion soll dort am 18. Oktober ein Trödelmarkt rund um Deko-Gegenstände sein, so Anne Oberdorfer. "Und natürlich auch als kleines Schepersfelder Fest", fügte sie hinzu.

CHRISTIAN CONSTEN

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