Doppel-Jubiläum bei den Hardackers

Hamminkeln..  Erst seit dem Jahreswechsel ist Dietrich Baßfeld Obermeister der Tischler-Innung. Das bedeutet für den Dinslakener Tischlermeister einiges an Mehrarbeit, aber auch nette Begegnungen. So wie gestern bei den Hardackers in Brünen. Dort überreichte er Harald Hardacker den Goldenen Meisterbrief und Stefan Schmellekamp für 25 Jahre Betriebszugehörigkeit Urkunde und eine bronzene Medaille.

Bis vor einem Jahr hat der 78-jährige Harald Hardacker in dem seit 1882 bestehenden Familienunternehmen noch mitgeholfen, in dem seine Frau Elsbeth 35 Jahre lang die Büroarbeiten erledigte. Jetzt hält Sohn Andreas mit dem Baßfeld die Meisterprüfung ablegte, als Firmeninhaber der fünften Generation seinen Vater über den Betrieb auf dem Laufenden, in dem auch vier Gesellen, ein Auszubildender und eine Büroangestellte arbeiten.

Das Handwerk hat sich hinsichtlich Materialien und Maschinen immer wieder geändert, aber Tischlerei und Zimmerei sind im Kern unverzichtbar geblieben. Treppen, Türen, Fußböden, Einzel- und Einbaumöbel oder auch Küchen - die Auftragslage sei gut, sagt Andreas Hardacker. Bei weiter niedrigen Zinsen legten die Menschen ihr Geld in Haus und Wohnung an – „durchaus auch hochwertig“. Vater Harald ist stolz, wenn er irgendwo noch Schränke sieht, die wiederum sein Vater in Qualitätsarbeit hergestellt hat. Der Garten ist sein Hobby und die Familienforschung. Von den fünf Enkelkindern könnte der zweieinhalbjährige Aaron vielleicht mal die nächste Firmengeneration bilden.

Den familiären Charakter und das „super Betriebsklima“ schätzt Stefan Schmellekamp. Sonst wäre er nicht schon so lange als Geselle hier, wo er auch seine Ausbildung absolvierte. Hernach wechselte er, kam aber wieder zurück. Die Zimmerei mag der 49-jährige Brüner, aber auch die Technik – eigentlich die Vielfalt, die der Beruf mit sich bringt und ihn zum „Allrounder“ macht.

Gestern feierte die Brüner Hardacker-Familie in kleiner geselliger Runde mit den Kollegen das doppelte Jubiläum.