Digitale Visitenkarten der Händler

Treibt ein wichtiges Thema voran: Die E-Commerce-Arbeitsgruppe, hier bei der Auftaktveranstaltung im Januar im Rathaus.
Treibt ein wichtiges Thema voran: Die E-Commerce-Arbeitsgruppe, hier bei der Auftaktveranstaltung im Januar im Rathaus.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Bei der Fortsetzung der VHS-Reihe wurde deutlich, dass eine gute, individuelle Homepage von großem Nutzen für die Weseler Geschäfte sein kann.

Wesel..  Ringsum suche die Arbeitsgruppe ihresgleichen, sagt Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. In Wesel hat sie Werbegemeinschaft, Einzelhandelsverband, City-Mana­ger,­ Wirtschaftsförderer und einzelne Händler ins Boot geholt, um die Folgen des zunehmenden Internethandels für den Einzelhandel vor Ort zu erörtern und Reaktionen darauf anzuregen. Eine Veranstaltungsreihe der Volkshochschule in Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung und Wesel-Marketing unterstützt diese Initiative. Am Dienstag ging es um das Thema Homepage. „Ihre Website ist Ihre digitale Visitenkarte“, sagte Mediengestalter Jakob Wolff den Teilnehmern.

Eine moderne, benutzerfreundliche, strukturierte und informative Homepage sei das beste Aushängeschild für die Einzelhändler, so Wolff. Aber was heißt das konkret? Macht eine solche Internet-Seite aufmerksam oder ist sie mehr? Welche Informationen über Waren-Angebote soll sie enthalten? Womit lockt sie Kunden, ins Ladenlokal zu kommen? Welche Dienstleistungen lassen sich über sie online in Anspruch nehmen? Viele Fragen tun sich auf, und die Praxis zeigt, dass die Möglichkeiten oft nicht systematisch abgefragt und erst recht nicht umgesetzt werden. Dabei ist gerade die Verbindung zwischen digital und real ein spannendes und wichtiges Thema. Auf die Frage, wie sehr sich die Händler um die Aktualität ihrer Homepage kümmern, blieben die Reaktionen unter den 24 Teilnehmern eher verhalten. „Man müsste mal, aber wer und wann“ - das ist eine verbreitete Haltung.

Das unterstreicht, wie wichtig Hilfestellung ist. „Mit einer Homepage erreichen Sie Ihre Kunden 24 Stunden am Tag“, gab Jakob Wolff zu bedenken. Die Geschäfte könnten sich und ihre Produkte somit jederzeit und weltweit im Internet präsentieren. Aber das prinzipiell Gute kann auch ins Negative verkehrt werden: „Eine schlechte Website hält leicht vom Besuch im Geschäft ab und vermittelt ein unmodernes Image“, so Wolff.

Philippe Tenhaeff hat sich vor drei Jahren entschieden, eine individuelle Homepage für sein Bettengeschäft gestalten zu lassen. „In diesen Jahren ist der Umsatz des Geschäfts um 15 Prozent gestiegen“, sagte er. Entstanden ist eine zeitgemäße Homepage, die auf allen Computern und Smartphones funktioniert. Dies hält auch Jakob Wolff für besonders wichtig: „Wenn sich die Seite nicht an den Bildschirm des entsprechenden Gerätes anpasst, wird das Surfen zur Qual“, findet der Mediengestalter.

Die VHS-Runde sensibilisierte und motivierte. Bei der anschließenden Diskussion kamen stellten die Teilnehmer fest, dass sich die Menschen häufig im Internet informieren, dann aber oft im Geschäft kaufen. Ergo: Man kann, man sollte in Sachen Homepage was tun.