Kultur
Diersfordt: Keine öffentliche Diskussion
19.11.2009 | 19:15 Uhr 2009-11-19T19:15:00+0100Wesel. Die Diersfordter Querelen zwischen Heimatverein und Schlossherr wurden im Ausschuss für Kultur und Stadtmarketing nicht diskutiert. Der sachkundige Bürger Werner Köhler (CDU) hatte zwar einen entsprechenden Antrag gestellt.
Jedoch vertrat Ausschussvorsitzender Norbert Meesters (SPD) die Auffassung, das Thema nicht öffentlich zu besprechen, da sonst keine Lösung des Problems möglich sei. So mussten auch die Vertreter des Heimatvereins unverrichteter Dinge gehen. Meesters und Bürgermeisterin Ulrike Westkamp führten Gespräche mit den Beteiligten, hieß es.
Über die regionale Kulturpolitik des Landes berichtete die Geschäftsführerin des Vereins Kulturraum Niederrhein, Dr. Ingrid Misterek-Plagge. Dabei wurde deutlich, dass von 1,6 Millionen € an Landesmitteln nur zehn Prozent in den Kreis Wesel fließen. Das soll mehr werden, ist die einhellige Meinung.
Auf den Weg gebracht wurde die Ausschreibung einer Stelle in der Papierrestaurierungs-Werkstatt in der Zitadelle. Nach dem Tod des Werkstattleiters kann die anfallende Arbeit hier nicht mehr bewältigt werden.
Zudem ist die Stadt bald um 13 Gemälde reicher. Hans Sieverding wird sie Wesel überlassen. Der Künstler hatte sie zum Stadtjubiläum im Jahr 1991 geschaffen und unter dem Titel „Spuren einer Stadt” ausgestellt.
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