Die vielen guten Seiten des Weines
08.09.2008 | 17:15 Uhr 2008-09-08T17:15:06+0200AKTION. Beim Winzer Kloster in Wertherbruch gab es Leckeres, Wissenswertes und eine Spende für die Kinderkrebshilfe.
HAMMINKELN. Alles eben eine Frage der so genannten Erziehung. Auch bei Weinreben. Denn je nachdem, wie man so einen Rebstock wachsen lässt - ob flach am Boden oder eher in die Höhe -, setzt man ihn anders der Erdwärme oder auch dem UV-Licht aus und erntet zu guter Letzt unterschiedliche Weine. Auf "Erziehungsfragen" dieser Art, aber auch an allerlei sonstiges Wissenswertes rund ums Thema Weinanbau und Weingenuss konnte man am Sonntag bei einem Plausch mit Winzer Eckhard Kloster oder seiner Frau Heike Kloster-Kraul kommen. Sie luden zur Rebenlese auf ihr Weingut am Hölzerweg in Wertherbruch.
Übrigens schützen Weinblätter, wenn sie, wie über dem 80 Meter langen Korridor auf dem rund 3600 Quadratmeter großen Gelände, zu einem Dach gewachsen sind, leidlich gut gegen Regen, der zeitweise herabprasselte. Mit dem Besucherandrang war Heike Kloster-Kraul angesichts des wechselhaften Wetters zufrieden. Die Einnahmen aus Eintritt und Traubenverkauf (das Kilo zu zwei Euro) spendet das Ehepaar der Deutschen Kinderkrebshilfe. Im vergangenen Jahr waren an die 1000 Euro zusammengekommen.
Die frisch geernteten, ungespritzten Trauben draußen waren köstlich. Blieb man unter dem Blätterdach zwischendurch immerhin "halbtrocken", konnte man in der trockenen Weinstube bei Eckhard Kloster Zwiebelkuchen mit Federweißem genießen. Für den Weseler Hans Hübner, der ursprünglich aus Heidelberg kommt, hatte das Ambiente, wie er sagte, geradezu "Heimatflair". Unweit von dort, in Worms, woher Eckhard Kloster aus einer echten Winzertradition stammt, produziert das Ehepaar seinen Verkaufswein. Am Niederrhein, der kein EU-Anbaugebiet ist, geht das nicht.
Wenn, dann jedenfalls nicht mehr mit - für heutige Augen - so kuriosem Gerät, wie man es in Wertherbruch im Museumsbereich sehen kann: Mit einer gusseisernen Traubenpresse, einer rostigen Blech-"Bütt" zum Aufschnallen fürs Traubentragen, oder einer großen Mechanik-Vorrichtung zum Verkorken.
Der Internet-Kontakt für Weinliebhaber, Hobby-Winzer und andere lautet: www.kloster-kraul.de.Hobby-Winzer Hermann Norff aus Büderich deckt sich bei den Klosters gerne mit praktischen Tipps und "Rubina"-Trauben ein, um im heimischen Büderich seinen Cuvee herzustellen, den "Hermannstaler Norffberg" für den Eigenbedarf.
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