Die Sternsinger sind unterwegs

Friedrich Oimann, Alex Heiming und Finn Schmidt (von links) sind als Sternsinger unterwegs.
Friedrich Oimann, Alex Heiming und Finn Schmidt (von links) sind als Sternsinger unterwegs.
Foto: Foto: Johann Ridder / FUNKE Foto
Was wir bereits wissen
Seit Freitag und noch bis Montag ziehen Mädchen und Jungen als die Heiligen Drei Könige durch die Weseler Ortsteile, verteilen den Segen und sammeln Spenden.

Wesel..  Sie gehen von Haus zu Haus, verteilen als Heilige Drei Könige verkleidet den Segen und sammeln gleichzeitig Spenden. Die Sternsinger gehören zum Abschluss der Weihnachtszeit einfach dazu. In kleinen Gruppen sind zahlreiche Mädchen und Jungen auch in diesen Tagen wieder überall in der Stadt unterwegs. Die St. Nikolaus-Gemeinde entsandte rund 150 Sternsinger, die bis einschließlich Montag durch die Ortsteile ziehen.

Am Freitag starteten die Gruppen in Lackhausen und in der Innenstadt. Eine von ihnen bestand aus Friedrich Oimann (13), Alex Heiming (14) und Finn Schmidt (13). Die drei Jugendlichen ziehen schon seit mehreren Jahren immer im Januar als Sternsinger durch die Straßen. „Um etwas für andere Kinder zu tun“, erklärt Friedrich seine Motivation. „Das verschafft einem selbst ein gutes Gefühl.“ Und eine leckere Belohnung gibt es obendrein, denn zusätzlich zu Geld spenden viele Weseler auch Süßigkeiten, von denen sich die Sternsinger zum Abschluss etwas aussuchen dürfen.

Die Gruppe derjenigen, die sich als Caspar, Melchior und Balthasar engagieren, ist bunt gemischt. Die Jüngsten sind sieben Jahre alt, aber auch viele Jugendliche sind dabei - als Sternsinger oder Betreuer. Bei Vorbereitungstreffen hatten die Mädchen und Jungen vorab nicht nur ihren Einsatz geprobt, sondern sich auch mit dem Schicksal notleidender Kinder beschäftigt, für die die Mädchen und Jungen Spenden sammeln. „Segen bringen, Segen sein. Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit“, lautet das Leitwort des 57. Dreikönigssingens. Besonders soll diesmal auf das Problem der Mangelernährung bei Kindern aufmerksam gemacht werden, wie Raphael Günther, Pastoralreferent der St. Nikolaus-Gemeinde, erklärt. „Bei den Vorbereitungstreffen haben die Sternsinger einen kindgerechten Film zum Thema Mangelernährung gesehen.“

Die Erfahrungen, die die Mädchen und Jungen an den Haustüren machen, seien überwiegend positiv, berichtet Alex Heiming. „Die meisten freuen sich über unseren Besuch und unterstützen die Aktion gern. Natürlich gibt es auch Leute, die die Tür wieder zu machen.“ Die Gruppen der St. Nikolaus-Gemeinde besuchen Privathäuser, aber auch Alteneinrichtungen und das Marien-Hospital. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp empfing sie bereits gestern im Rathaus. Am Samstag, 3. Januar, singen die Kinder und Jugendlichen zur Marktzeit um 12 Uhr vor dem historischen Rathaus.