Die Preise sind gefallen

Kreis Wesel..  Die Bilanz, die Ulrich Köster, Geschäftsführer des Kreisrindviehzuchtvereins, für die Rindviehzüchterinnen und -züchter zieht, ist nicht einhellig: „2014 war von extrem unterschiedlichen Halbjahren geprägt“, erläuterte er während der Jahreshauptversammlung. „Konnte zu Beginn des Jahres noch ein Milchpreis von 40 Cent pro Liter verzeichnet werden, so fehlt inzwischen ein Viertel vom Erlös.“ Für Rindfleisch von Kühen gelte seit dem vergangenen Sommer Ähnliches, und Zuchtrinder seien am Auktionsstandort in Krefeld im Preis gefallen: von knapp 1800 Euro zu Beginn des Jahres auf unter 1400 Euro im Dezember.

Mehr Tiere verkauft

2014 wurden deutlich mehr Rinder zur Zucht verkauft als im Vorjahr. Zum Jahresende waren insgesamt 1476 Tiere verkauft worden, eine Steigerung um 300 Rinder.

Die Jahreshauptversammlung ist stets auch Anlass für Ehrungen. Bei der Veranstaltung verlieh der Vorsitzende Gerd Luyven Medaillen und Auszeichnungen an besonders erfolgreiche Rinderzüchterinnen und –züchter. Unter anderem wurden Landwirte ausgezeichnet, die mit ihren Kühen bei der Milch- und Fleischerzeugung hervorragende Leistungen erbracht haben.

Außerdem ehrte der Verein die Teilnehmenden der Färsenschau der Rinder-Union West (RUW) in Bitburg in der Eifel, die bei der Schau mit ihren hervorragenden Platzierungen das hohe Niveau der Rindviehzucht im Kreis Wesel belegt hätten.

Im Vorstandsbereich gab es keine Veränderungen. Die Vorstandsmitglieder André Krohn (Neukirchen-Vluyn), Hartmut Neuenhoff (Schermbeck), Heinz Breihahn, Rainer Verbücheln (beide Hamminkeln) und Leo Ingenlath (Sonsbeck) wurden wiedergewählt.