Die Post kommt jetzt aus der Mercatorstraße

Hier ist der neue Zustellstützpunkt der Post, der bislang am Berliner-Tor-Platz zu finden war. Das Postamt bleibt aber weiter dort für den Kundenverkehr.
Hier ist der neue Zustellstützpunkt der Post, der bislang am Berliner-Tor-Platz zu finden war. Das Postamt bleibt aber weiter dort für den Kundenverkehr.
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Was wir bereits wissen
Seit zwei Wochen ist das Zustellzentrum nicht mehr am Berliner Tor, sondern auf einem Gelände an der Mercatorstraße zu finden. Heute war Einweihung

Wesel..  Großer Bahnhof für die Post am neuen, hochmodernen Zustellstützpunkt an der Mercatorstraße: Uwe Brinks, Produktionschef und Bereichsvorstand der Deutschen Post DHL Group, eröffnete ihn zusammen mit Bürgermeisterin Ulrike Westkamp heute früh offiziell in seiner Heimatstadt. Bereits seit rund zwei Wochen sind die 90 Mitarbeiter nicht mehr im bisherigen Gebäude am Berliner-Tor-Platz mit der Sortierung von Post und Paketen beschäftigt, sondern hier.

Steigender Internethandel

Notwendig wurde der Umzug durch das ständig steigende Paketvolumen über den Internethandel. Die bisherigen Räume waren mittlerweile nicht nur zu klein, sondern auch ungeeignet, weil nicht barrierefrei.

Uwe Brinks bezeichnete im Kreise der Zusteller den neuen ebenerdigen Standort als echten Fortschritt. Er sei Teil eines 750-Millionen-Projekts. Denn die Post investiert massiv ins Paketgeschäft, was weitere neue Stützpunkte auch in der Nähe beweisen - etwa in Moers, Rheinberg und Dinslaken.

Die Arbeitsbedingungen haben sich hier deutlich verbessert. So sind die Laderampen überdacht und damit vor Wind und Wetter geschützt. Ein flexibles System sorgt für verschiebbare Wände - je nach Bedarf.

Bürgermeisterin Westkamp thematisierte den Wandel der Post vom hoheitlichen Beamtenapparat zu einem modernen Logistikunternehmen. Sie freut sich über die Veränderung und die Sicherung der Arbeitsplätze. Und sie lobt, dass die Menschen auch weiterhin ihre alltäglichen Postgeschäfte am Berliner Tor sowie in den Stadtteilen erledigen können. Wesel habe mit dem modernen Zustellstützpunkt eine Vorreiterrolle übernommen.

32 000 Haushalte in Wesel

Zukünftig werden von der Mercatorstraße aus knapp 50 Zustellbezirke mit mehr als 32 000 Haushalten in Wesel mit Briefen und Paketen versorgt. Bei 30 dieser Bezirke handelt es sich um so genannte Verbundbezirke, sprich: Hier liefern die Zusteller Briefe und Pakete gleichzeitig aus. Tag für Tag kommen so rund 41 000 Brief- und Paketsendungen zu den Weselern - zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Pkw.

Das neue Gebäude wurde vom Ehepaar Sondermann aus Hamminkeln errichtet, dem das Grundstück gehört, und an die Post verpachtet. Nur sieben Monate dauerten die Bauarbeiten auf dem Gelände, das auch den Fuhrpark der Post beherbergt.

Der neue Standort wirkt sich auch am alten aus: Rund um die Hauptpost wird das verminderte Verkehrsaufkommen sicher spürbar sein. Denn bei der Friedrichstraße handelt es sich um einen viel befahrenen städtischen Abschnitt.