Die Jecken regieren
15.11.2009 | 17:12 Uhr 2009-11-15T17:12:00+0100Hamminkeln. Bürgermeister Holger Schlierf schaute etwas resigniert drein, als drei Prinzenpaare nebst närrischem Hofgefolge ins Foyer des Rathauses drängten. Noch einmal umklammerte er am Samstag gegen 14.20 Uhr fest den hölzernen Schlüssel.
Dann überreichte er ihn mit den Worten: „Ich weiß, dass Gegenwehr unsinnig wäre”, dem Brüner Prinzenpaar Michael I. und Stephanie II., und somit somit die Macht an die Tollitäten abtrat.
Bis Aschermittwoch wird das Paar der Karnevalsgemeinschaft Brünen (KG) die „Oberherrschaft” über die Hamminkelner Narren innehaben. „Geht humorvoll mit der Macht um und bringt den Menschen Freude damit”, mahnte der entmachtete Bürgermeister und wurde mit donnerndem „Helau” dafür belohnt.
Eintrag ins
Goldene Buch
Nachdem sich das Prinzenpaar in das Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte, zogen die Tollitäten zusammen mit blauen und roten Funkenmariechen sowie ihrem Hofstaat, musikalisch kräftig unterstützt von Marschmusik, die das Tambourcorps Brünen lieferte, in die Bürgerhalle ein. Diethelm Eichelberg, Vorsitzender der KG Brünen, und Michael Huwe, Sitzungspräsident des Karnevalsclubs Dingden (KCD), übernahmen dort die Moderation und stellten dem närrischen Gefolge unter viel Applaus die neuen Tollitätenpaare vor: Prinzessin Stephanie II. und Prinz Michael I. sowie das Dingdener Prinzenpaar Prinzessin Klodi I. und Prinz Dieter III. und das Kinderprinzenpaar Prinz Alexander I. und seine Prinzessin Lea I., die ebenfalls aus Dingden kommen.
Bürgermeister Schlierf durfte mit den fast traurigen Worten „Ich habe doch nichts mehr zu sagen” noch einmal auf die Bühne, um das Zepter zu überreichen, die ersten Sessionsorden umgehängt zu bekommen und die ersten Bützchen von den holden Prinzessinnen zu empfangen.
„Wir regieren jetzt in Brünen, dem wunderschönen Ort im Grünen”, meinte das frisch gebackene Prinzenpaar stolz während die Dingdener Tolli-täten in schönsten Paarreimen zehn Paragraphen für das rechte Leben in der Karnevalszeit aufstellten und Klodi I. den bedeutungsvollen Satz „Am Aschermittwoch ist alles vorbei” in die Runde warf.
„Somit kann die fünfte Jahreszeit beginnen”, meinte Diethelm Eichelberg nach der Proklamation des Prinzenpaares und eröffnete dann das Programm mit Tanz und Büttenrede.
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