Die Impulse sind wichtig
04.10.2009 | 19:24 Uhr 2009-10-04T19:24:00+0200Wesel. Frischen Wind in den Stadtteil Schepersfeld bringen: So könnte man das Anliegen des Stadtteilprojekts Schepersfeld auch nennen. Manche Windböe rüttelte am Samstag beim zweiten Stadtteilfest an der Straße „Am Birkenfeld” an den dort aufgestellten Schirmen und Zelten.
Aber das Wetter blieb trocken und einigermaßen besucherfreundlich, und so fiel die Resonanz durchaus zufriedenstellend aus. Das Projekt hatte viele lokale Gruppen und Vereine mit im Boot, darunter den Bürgerschützenverein „Vorm Brüner Tor” mit seinem Grillstand, die AWO-Lern- und Spielstube mit ihrem Kasperle-Theater, das Jugendrotkreuz, das Mehrgenerationenhaus oder die Naturschutzjugend. Live-Musik machte die Schermbecker Bläserband „Pils'n Buam”.
Die Anregungen-Pappkiste blieb erst einmal leer - das Prinzip soll aber in Form eines Briefkastens für Ideen und Wünsche etabliert werden, für den in der Umgebung noch ein guter Platz auszumachen ist. Im zweiten Versuch will Neithard Kuhrke auch noch einmal eine Postkartenaktion anleihern. Dabei soll es darum gehen, wie sich Schepersfeld auf Postkarten als der Ort darstellen lässt, an dem so mancher sehr gern wohnt.
„Unser Stadtteil hat ja vielleicht nicht den allerbesten Ruf”, sagt Neithard Kuhrke vom Stadtteilprojekt. Die engagierten Schepersfelder wollen aber Impulse geben und dafür sorgen, dass man miteinander ins Gespräch kommt, auch, was unterschiedliche kulturelle Hintergründe betrifft. „Eigentlich ist die Neugier füreinander da”, meint Kuhrke. Als kurzfristigen Einfall hatten die Leute vom Stadtteilprojekt Samstag auch eine Pappkiste aufgestellt, in die die Festbesucher Zettel mit ihren Wünschen, Ideen und Anregungen einwerfen konnten. „Bis jetzt hat aber noch keiner etwas abgegeben”, sagte Willi Heinrich am Nachmittag.
Programm für Große und Kleine
Einiges ließ ja auch einfach keine Wünsche offen. Ein kleines Karussell war sogar schon für die ganz jungen Straßenfestgänger eine Attraktion. „Ich dachte ja erst, die Laura traut sich nicht. Aber dann wollte sie am liebsten gar nicht mehr runter”, sagte Marco Peisker aus der Feldmark, der mit seiner zweijährigen Tochter, seiner Frau und den Schepersfelder Schwiegereltern den Familiennachmittag genoss. Natürlich waren auch aus der unmittelbaren Nachbarschaft viele dabei. „Schön, dass hier so viel los ist”, fand Petra Krißel. Für ihre Kinder hieß es am Stand vom Jugendcafé erst einmal: Bastelstunde! Sparschweine aus Papier und Gips stimmten dort optimistisch für den großen Aufschwung oder hatten einfach nur lustige Nasen.
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