Die doppelte Inthronisation
05.07.2009 | 17:57 Uhr 2009-07-05T17:57:00+0200
Brüner Königspaar feiert gemeinsam mit Jungschützenpaar. Eine gute Dorfgemeinschaft.
Hamminkeln. Der Brüner Marktplatz füllte sich mit Schützen, Brüner Tambourcorps, Lackhausener Blasmusikern und Zuschauern; drinnen in der Gaststätte Majert warteten die Majestäten und Thronpaare; draußen standen die Kutschen und scharrte der gute alte „Ferdi von Foxtrott", der fast sein ganzes 29-jähriges Pferdeleben lang Brüner Regenten zieht, mit den Hufen; aber der nicht einmal halb so alte „Copilot" Dennis Termath neben Johann Hülsmann auf dem Kutschbock, hatte am Samstagnachmittag trotzdem die Ruhe weg.
Nach dem feierlichen Fahnenempfang auf dem Marktplatz und nachdem das alte „St. Johann"-Königspaar Karl-Heinz Wendorf und Heidrun Hemsteg gemeinsam mit Präsident Rolf Brögeler salutierend die Runde gemacht hatte, setzte sich der lange Zug aller zum Ehrenmal und dem Alten Sportplatz in Bewegung.
Diesmal konnte man bei den Inthronisationsfeierlichkeiten der Brüner Schützen besonders viel Publikum und Beteiligte sehen. Denn hier ging es nicht nur um die „Zönt Jann"-Thronfolge, die der neue König Emil Lange mit seiner Königin Irene Rütter antrat, sondern auch um die Inthronisation des Jungschützen-Königspaars Tobias Hoppmann und Maria Essing. Wegen eines tödlichen Unfalls während des Jungschützenfestes (die NRZ berichtete) war sie um vier Wochen verschoben worden. Die jungen Regenten zeigten sich froh, in den Rahmen der Altschützen-Inthronisation „eingebettet” worden zu sein. Das erleichtere, aus dem diesjährigen Fest „das beste zu machen", wie Tobias Hoppmann sagte. „Man muss den Zönt Jann lobend erwähnen." Der habe nämlich die gemeinsame Inthronisation direkt angeboten. Auch hieran mag Hamminkelns Bürgermeister Holger Schlierf gedacht haben, als er auf dem Alten Sportplatz angesichts der zahlreichen Brüner unterstrich, „wie gut es ist, in einer Dorfgemeinschaft zusammenzustehen".
Am Ehrenmal hatten Rolf Brögeler einige Gedanken vorgetragen und die Schützen einen Kranz niedergelegt. Auf dem Alten Sportplatz übergaben die alten Königspaare ihre „äußeren Zeichen der Würde" an die neuen. Da konnte der Krönungsball am Abend kommen. cc
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