Die B 473 wird zur Großbaustelle

Viel Verkehr auf der B473. Die Baustelle könnte zu Staus führen.
Viel Verkehr auf der B473. Die Baustelle könnte zu Staus führen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Ab 18. Mai kann sie zwischen der Kreuzung B 473/L896 (Hüttemannstraße) und der B 67 bei Mussum nur noch Richtung Wesel befahren werden.

Hamminkeln/Bocholt..  Autofahrer, die von Wesel nach Bocholt fahren möchten, müssen sich ab Mitte Mai auf größere Staus einstellen. Am Montag, 18. Mai, startet die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Münsterland mit der Sanierung des Autobahnzubringers B473 (Westfalenstraße). Die Baustrecke beginnt von Hamminkeln aus ab der Kreuzung B473/L896 „Hüttemannstraße“ und endet auf Bocholter Gebiet an der Kreuzung mit der B 67 (Werth–Bocholt–Borken) bei Mussum. Für die Dauer der Arbeiten wird die B473 halbseitig gesperrt.

Wer aus Bocholt Richtung Hamminkeln (A3) fährt, kann die Straße auch weiterhin benutzen. Zum Schutz der Bauarbeiter ist die Geschwindigkeit aber auf 50 Stundenkilometer begrenzt.

Kosten liegen bei 4,5 Millionen Euro

Der Verkehr aus Wesel dagegen wird von der Kreuzung „Hüttemannstraße“ über die L896 Richtung Dingden und dann vom Kreisverkehr aus über die L602 (Bocholter/Dingdener Straße) nach Bocholt zur B67 Bocholt-Borken umgeleitet.

Durch den Wegfall der Hauptverkehrsachse rechnet der Landesbetrieb auf der Nebenstrecke mit großen Staus. „Mit erheblichen Verkehrsbehinderungen, besonders am Morgen und am späten Nachmittag ist zu rechnen“, sagte Straßen.NRW-Sprecher Josef Brinkhaus gestern bei der Präsentation. Zumindest zu Beginn. Danach, so Brinkhaus, suchten sich einige Autofahrer ihre eigenen Umleitungsstraßen. Dadurch könne es für die Umleitungsstrecke im Laufe der Zeit eine kleine Entlastung geben.

Die Schilder werde man bereits am Wochenende des 16./17. Mai aufstellen, sagte Karl-Wilhelm Veuhoff von Straßen.NRW, Projektleiter des Millionenvorhabens, das neben der Straßenreparatur auch die Sanierung von 13 Brücken und die Erneuerung mehrerer Schutzplanken vorsieht. Außerdem lässt Straßen.NRW drei neue Nothaltebuchten einrichten Kostenpunkt: insgesamt 4,5 Millionen Euro, die der Bund als Baulastträger bezahlt.

Abfräsen und neu beschichten

Die Bauarbeiten sind laut Straßen.NRW bitter nötig. Rund 13000 Fahrzeuge brettern laut Josef Brinkhaus täglich über die B473. Der Straßenoberbau hat unter dem Druck der täglichen Blechlawine mit den Jahren nachgegeben und zeigt auf der gesamten Strecke immer mehr Schäden: Unebenheiten, Spurbildungen, Flickstellen.

Von der alten Fahrbahn sollen nun insgesamt 14 Zentimeter abgefräst werden. Um den täglichen Belastungen danach standhalten zu können, wird ein Packet aus 20 Zentimeter starken Asphaltschichten auf die verbleibende Tragschicht in einem so genannten Hocheinbau aufgetragen. Die Tragschicht besteht aus einer acht Zentimeter starken Trag-, 8,5 Zentimeter Binder- und 3,5 Zentimeter Deckschicht aus Bitumen.

Auch die Entwässerungsrinnen werden neu verlegt. An den insgesamt 13 Brücken müssen die Brückenkappen und Brückengeländer erneuert werden. Auch Schäden durch Betonabplatzungen werden beseitigt.

Bis Ende des Jahres

Den Auftrag für den Straßenbau führt die Firma G&S Straßen- und Tiefbau aus Dülmen in Höhe von 2,7 Millionen Euro durch. Die Brückensanierungen und Schutzplankenerneuerung schlagen mit 1,5 Millionen Euro zu Buche und werden von der Firma Willms aus Ennigerloh-Westkirchen ausgeführt. Den Auftrag für die Abschlussarbeiten, wie Straßenmarkierung und die Anpassung der Beschilderung, Kostenpunkt 300 000 Euro, muss Straßen.NRW noch vergeben.

Die gesamten Arbeiten sollen Ende des Jahres abgeschlossen sein. Mit der Straßensanierung wolle man nach Möglichkeit im September fertig sein, sagte Josef Brinkhaus. Danach sei der Einmündungsbereich zur Anschlussstelle B67 an der Reihe.