Die Arbeit eines Brückenbauers

Wesel..  Dirk Haarmann wurde Bürgermeister von Voerde, Ulrike Westkamp blieb Bürgermeisterin in Wesel - der Rückblick auf die Kommunalwahl 2014 fällt für den SPD-Landtagsabgeordneten Norbert Meesters positiv aus. „Jetzt wollen wir noch Hamminkeln und Hünxe wuppen“, gibt sich der Weseler auch für die in diesem Jahr dort anstehenden Bürgermeisterwahlen optimistisch.

Regionale Kulturpolitik

SPD-Bürgermeister seien hier ebenfalls das Ziel, die Ortsverbände werde er im Wahlkampf unterstützen. Und wenn es nicht klappt? „Ich versuche meine Arbeit auch immer überparteilich zu gestalten“, sagt Meesters, der sich über mangelnde Bürgeranfragen nicht beklagen kann. Langsame Verwaltungsabläufe seien oft das Thema, sagt er. Dabei kämen die Bürger meist per Telefon, Mail oder Brief auf ihn zu. Bürgersprechstunden, wie es sie mal gab, hält er deshalb nicht für notwendig. „Das ist nicht mehr so wie früher.“

Ein Abgeordneter ist immer ein Brückenbauer, findet er. Das gilt im Umgang mit den Bürgern genauso wie bei der politischen Arbeit in Düsseldorf. Da ist zum einen die regionale Kulturpolitik, die allerdings den kleineren Teil seiner Tätigkeit einnimmt. Den Erhalt des Preußen-Museums inklusive Übernahme durch den Landschaftsverband führt er hier an und hofft, seine Arbeit im neu zu gründenden Beirat demnächst fortsetzen zu können. Auch das Pankok Museum in Drevenack ist seine „Baustelle“. Dort gebe es eine starke ehrenamtliche Initiative zur Neukonzeption über die Regionale. Jetzt gehe es um die Mittelbereitstellung durch das Land für die Planung neuer Gebäude, die demnächst auch von Schülern bevölkert werden sollen. Das Werk und das ethische Wirken Otto Pankoks werde für sie im Mittelpunkt stehen.

Das Hauptaugenmerk von Norbert Meesters liegt allerdings auf dem „Bauchladen“ Umwelt, Landwirtschaft, Klima- und Verbraucherschutz. Dabei gehe es ihm darum, pragmatische Lösungen für die Politik im ländlichen Raum zu finden. Beispiel Landesjagdgesetz. Vier von fünf Regionalkonferenzen mit insgesamt über 10000 Jägern habe er mitgemacht. Am 22. Januar laufe die Anhörung, im Mai soll der Beschluss gefasst werden. Gestern Nachmittag ging es dann zum Hegering des Kreises Borken, Montag nach Mechernich/Kreis Euskirchen.

Fracking und Gülle

Oder Hochwasserschutz. Zehn neue Stellen wurden bei der Bezirksregierung geschaffen, um eine zügige Realisierung beim Deichbau zu gewährleisten. Außerdem: Fracking, der Landesentwicklungsplan, die Betuwe, der Abfallwirtschaftsplan, das Thema Gülle - auch hier ist der umweltpolitische Sprecher im Bilde.