Dialog der Religionen vorbereiten

Wesel..  Für mehr Toleranz und gegenseitiges Verständnis will der Integrationsrat der Stadt Wesel einen Interreligiösen Dialog beginnen. Das hatten die Grünen in Anbetracht der weltweiten Zunahme von Verfolgung und Unterdrückung von Minderheiten und Andersgläubigen beantragt. Dass das möglicherweise nicht ganz einfach sein wird, zeigte die Diskussion in der jüngsten Sitzung des Integrationsrat. Nach dem Antrag der Grünen sollen alle in Wesel vertretenen Glaubensrichtungen, die daran teilnehmen möchten, die Möglichkeit erhalten, sich in einer noch festzulegenden Reihenfolge in den Sitzungen des Integrationsrates vorzustellen. Die Hoffnung dabei: Mehr Information führe zu mehr friedlichem Miteinander in der Stadt.

Damit ein solcher Dialog auch friedliche und versöhnliche Bahnen einnehmen kann, will man ihn nun sorgfältig vorbereiten. Da es offenbar Ressentiments unter den religiösen Gruppen auch in Wesel gibt, solle niemand die Möglichkeit erhalten, Vorurteile gegen andere Gruppen vorzubringen. Der Integrationsrat entschied einstimmig, eine geeignete Organisationsform für einen solchen Dialog zu finden.

Ein Diskussionspunkt bei diesem Thema war auch, welche Gruppen eingeladen werden sollen. Ausschließlich Weltreligionen oder auch andere Gruppen? Wann handelt es sich um eine Religion, wann um eine Sekte? Bevor es zum Interreligiösen Dialog kommt, gilt es noch einige offene Fragen zu beantworten. Die Aktiven des Integrationsrates wollen sich damit befassen und Vorschläge für das Gremium erarbeiten.