Der Verkehrslärm in Diersfordt bleibt

Die Anlieger möchten die Geschwindigkeit an dieser Stelle auf 50 km/h reduziert wissen.
Die Anlieger möchten die Geschwindigkeit an dieser Stelle auf 50 km/h reduziert wissen.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Der Lärm zehrt an den Nerven, sagen die Diersfordter und unterstreichen dies mit einer Unterschriftenliste. Doch erreicht haben sie damit bislang nichts.

Wesel..  Die Diersfordter nahe der Mühlenfeldstraße haben nach der Berichterstattung in der NRZ über ihre Beschwerden in Sachen Lärmbelästigung noch einmal ihrem Ärger Nachdruck verliehen. In einem Eilbrief an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp machten sie vor der Entscheidung über ihre Forderungen im Ausschuss für Bürgerdienste, Sicherheit und Verkehr deutlich, dass es sich nicht nur um einige wenige direkt an der Mühlenfeldstraße wohnende Anlieger, sondern um den Großteil der Diersfordter handele. Eine Unterschriftenliste existiert inzwischen ebenfalls bereits. In dem Schreiben wird eindringlich um eine anwohnerfreundliche Lösung und eine längerfristige Beobachtung gebeten.

Wochenenden mit Gehörschutz

Während der Sitzung schilderte eine Anliegerin die Situation. „Wir fühlen uns zunehmend durch den starken Motorradverkehr belästigt, aber auch durch den Lkw-Verkehr, der früh am Morgen einsetzt.“ Auch das Schießen am Schießstand jenseits der Bundesstraße 8 habe stark zugenommen, die genehmigten Zeiten würden nicht eingehalten. Vor allem an Wochenenden könne man den Lärm nicht mehr aushalten, sitze mit Gehörschutz da. Außerdem verwies die Diersfordterin auf zahlreiche Beinahe-Unfälle auf der Mühlenfeldstraße, etwa durch querende Radfahrer. Denn häufig wird dort schneller als 70 gefahren. Sie forderte zwischen der Bebauung und der Gaststätte Constanze eine weitere Tempobeschränkung und eine Überwachung durch die Polizei.

Die Antworten der Politik und der Stadtverwaltung dürften den Diersfordtern nicht gefallen haben. Man zeigte zwar Verständnis für sie und kündigte an, immer wieder mal Geschwindigkeitsmessungen zu veranlassen. Doch die Erhöhung der touristischen Anziehungskraft Bislichs sei von der Stadt gewollt und deshalb viel Geld ins Dorf geflossen. Und die Mühlenfeldstraße sei nun einmal die Hauptzufahrtsstraße für Ausflügler, die nicht ausgespart werden könne. In Sachen Schießanlage wurde die Anfrage an den zuständigen Kreis Wesel weitergeleitet. Eine Antwort steht noch aus. Rolf Blommen (SPD) hat ebenfalls festgestellt, dass „man es im Diersfordter Wald immer ballern hört.“