Der Niederrhein – immer eine Reise wert
24.02.2009 | 21:15 Uhr 2009-02-24T21:15:00+0100
Wesel ist mit dem Dom vertreten. Doch die angesprochenen Schleusen und die Marsch gibt's hier nicht.
Diese Aussage im Klappentext des neuen Niederrhein-Bildbands aus dem Ziethen-Panoramaverlag Köln würde jeder Tourismusfachmann unterschreiben: Es lohnt sich, das Niederrheingebiet kennenzulernen und zu bereisen. Das druckfrische, knapp 100-seitige Werk mit dem Titel „Zauberhafter Niederrhein” nimmt den Betrachter mit auf eine Reise von Zons bis Kleve.
Wesel zeigt sich in dem Band unter anderem mit einem Foto des Rheins, der über die Ufer getreten ist, samt alter Rheinbrücke. Allerdings könnte der Begleittext in die Irre führen, zumal nicht nur von Deichen, sondern auch von Schleusen im Rhein die Rede ist. Letztere sucht man hier schließlich genauso vergeblich wie die Bezeichnung Marschland, das etwas weiter nördlich zu finden sein dürfte. Hier ist es immer noch die Aue, die bei Hochwasser überflutet wird.
Schloss Gartrop im Sonnenlicht
Ansonsten ist die Kreisstadt mit dem Berliner Tor und der Zitadelle vertreten, wobei auf die bewegte Geschichte verwiesen wird, als Wesel noch Festungs- und preußische Regimentsstadt war. Auch der Willibrordi-Dom, als Wesels Wahrzeichen bezeichnet, kommt auf zwei Seiten zu Ehren. Zudem glänzt das Schloss Gartrop in Hünxe im schönsten Sonnenlicht.
In der Einleitung zu „Zauberhafter Niederrhein” wundert sich die Schreiberin darüber, dass die für die Region typischen Kopfweiden „immer noch geschnitten” werden, „obgleich es kaum noch Korbmachereien gibt.” Die Lösung liegt schließlich auch nicht in der Verwendung des durch den Schnitt gewonnenen Flechtmaterials, sondern – wie jeder Niederrheiner weiß – in der Pflege der Bäume, die ansonsten irgendwann auseinanderbrechen würden.
Zauberhafter Niederrhein – Eine Reise durch das romantische Niederrhein-Gebiet, 165 Bilder auf 96 Kunstdruckseiten, dreisprachig in Deutsch, Englisch und Französisch, 19,50 Euro.
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