Der Feuerwehrmann des Jahres gibt oft den Grillmeister

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Hamminkeln..  Beförderungen, Ehrungen und die Ernennung des Feuerwehrmanns des Jahres standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Löschzugs Brünen, zu der sich 51 Feuerwehrkameraden im Landgasthof Majert trafen. Als Ehrengäste waren außerdem Kreisbrandmeister Udo Zurmühlen und der Wehrführer der Hamminkelner Feuerwehr Konrad Deckers dabei.

Zunächst stellte Löschzugführer Roman Brögeler den Jahresbericht vor. Dabei freute er sich über die gewachsene Mitgliederzahl von 50 auf 53 aktive Feuerwehrleute und das Durchschnittsalter von 35 Jahren: „Wir sind sehr gut aufgestellt.“ Damit ist der Brüner Löschzug nur noch eine Person von der Sollstärke entfernt, die sich aus dem Verhältnis von Feuerwehrleuten zu Plätzen auf den Einsatzfahrzeugen ergibt. Doch die Differenz wird schon bald beseitigt sein, da einige Mitglieder der Jugendfeuerwehr 18 und somit zu aktiven Feuerwehrleuten werden.

Auf 29 Einsätze im Jahr 2014 blickt der Löschzug Brünen zurück, darunter neun Brände und 16 technische Hilfeleistungen. Besonders dramatisch war ein Wohnungsbrand nach einem Blitzeinschlag, bei dem die Feuerwehrleute zwei Menschen aus dem Feuer retteten, sowie ein Verkehrsunfall auf der Van-de-Wall-Straße, bei dem vier eingeklemmte Personen aus einem Auto befreit wurden. Zweimal eilte der Brüner Löschzug zu Hilfeleistungen nach Mülheim und nach Münster.

Zehn Beförderungen gab es im Rahmen der Jahreshauptversammlung. Leon Paus und Mirko Termath wurden zu Feuerwehrmännern, Tobias Eimers und Daniel Sons zu Oberfeuerwehrmännern sowie Pascal Zurmühlen zum Hauptfeuerwehrmann. Unterbrandmeister wurden Daniel Oehmen und Maik Schlarhorst-Schulten. Stephan Peters wurde zum Brandmeister befördert, Torsten Macher zum Oberbrandmeister. Löschzugführer Roman Brögeler bekam den Rang Brandoberinspektor. Für sein 25-jähriges Dienstjubiläum wurde außerdem Stefan Fenneken geehrt, und Andreas Hardacker bekam eine Urkunde für seinen fast 14 Jahre währenden Dienst als stellvertretender Löschzugführer.

Über den Titel „Feuerwehrmann des Jahres“ darf sich Klaus Rütter freuen, der seit 34 Jahren im Brüner Löschzug aktiv ist. „Den Titel bekommt entweder jemand, von dem es ein besonders lustiges Foto gibt, oder jemand, der besonders aktiv und engagiert war“, erklärt Pressesprecher Torsten Macher. Ausschlaggebend für Klaus Rütters Wahl waren Fotos. Auf einem steht er „in typischer Stellung am Grill“, wie Löschzugführer Brögeler erklärte, auf dem anderen putzt er gerade das Gerätehaus. „Manchmal sitzen wir nach dem Dienst noch zusammen und grillen, das macht dann meistens er“, erläutert der Pressesprecher. Neben einem holzumrahmten Wandbild mit einem metallgegossenen Feuerwehrmann und der Aufschrift „Feuerwehrmann des Jahres“, das nun wie ein Wanderpokal für ein Jahr die heimischen Wände Klaus Rütters zieren darf, bekam er außerdem beide Fotos im Rahmen dazu.