Der Duft der Freiheit

Haustiere bereichern einfach das Leben. Damals, in der ersten eigenen Wohnung, war der Hund der Freundin als Feriengast da. Natürlich will man dem Tier über den Trennungsschmerz hinweg helfen. Also: Riesenspaziergang am Rhein steht an, mit Ballspielen und allem Drum und Dran. Da verschwindet das kniehohe, schwarze Wuschelvieh unbestimmter Herkunft am Ufer. Kommt zurück und lässt böses ahnen: Der guckt so glücklich. Und er riecht.... uhhh. Toter Fisch. Ganz sicher nicht fangfrisch. Für die menschliche Nase nicht zu tolerieren. Also die arme Kreatur daheim auf den Balkon gezerrt, in eine Plastikwanne gesetzt. Mangels Alternativen, schließlich war er ein Leihhund und das nötige Zubehör nicht vorhanden, den Stinker mit Pfirsichshampoo eingeseift. Er guckt ganz schnell ganz unglücklich. Später sieht er sehr nach Elektroschock aus: Das Fell steht in alle Richtungen. Und dieser Duft! Pfirsich mit Gammelfisch, unvergesslich. Tiere muss man einfach lieb haben.