Der CDU Verrat vorgeworfen

Hamminkeln..  Die Mittelstandsvereinigung der CDU probt noch massiver den Aufstand. Vielleicht nur ihr Vorsitzender Walter Münnich - so genau weiß man das nicht, weil er zwar der Absender eines Schreibens ist, in dem der CDU unter anderem Verrat vorgeworfen wird, dieses aber mit „Der Vorstand“ unterzeichnet ist.

„Brisante und ungeheuerliche Informationen“, die „an unsere Mitglieder rausgegangen“ seien, werden zugleich öffentlich gemacht. Während ihrer Klausurtagung am 9. Januar habe die CDU-Ratsfraktion einstimmig beschlossen, sich gegen eine Erhöhung der Gewerbesteuer auszusprechen. Danach aber habe Fraktionsvorsitzender Dieter Genterzewsky den Fraktionsmitgliedern exakt Gegenteiliges vorgegeben - aus Furcht, dass der Haushalt „ganz kippen könnte“. Dahinter stecke ein „Deal“ mit dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Johannes Flaswinkel, zu dessen Hampelmann sich die CDU habe machen lassen - bemäntelt mit einer „klassischen SPD-Position“. „Auf diesem Altar ist der Mittelstand von der CDU-Führung geopfert worden“, heißt es weiter.

Die als moderat bezeichnete Steuererhöhung sei „für einen ansiedlungsbereiten Gewerbetreibenden ein glattes K.o.-Kriterium“. Die CDU-Führung habe den Mittelstand als Teil ihrer Stammwählerschaft verraten. Sie wirtschafte „die Stadt und die Partei weiter runter“. Nach der Ratssitzung am Donnerstag werde der MIT-Vorstand „seine Entscheidung treffen“, wird angekündigt - was auch immer das heißt.

„Mich macht dieser Umgang sehr traurig“, sagt CDU-Vorsitzender Norbert Neß dazu auf Anfrage. „Die Anwürfe sprechen für sich und nicht für ihn“ (Münnich).

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE