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Den Horizont erweitern

13.02.2012 | 18:16 Uhr
Den Horizont erweitern
Marina Kockmann (links) und Verena Naber (rechts) werden vier Wochen lang in der Krankenstation mitarbeiten, die der Verein „Togo - Neuer Horizont“ rund um die Vorsitzende Annemarie Klocke (Mitte) in Atakpamé aufgebaut haben. Foto: Markus Joosten

Hamminkeln.   Zwei Frauen arbeiten für vier Wochen in der Krankenstation, die die Dingdener Togo-Hilfe aufgebaut hat.

Diesen Traum haben Marina Kockmann und Verena Naber schon lange: gemeinsam ins Ausland gehen und sich dort für Menschen engagieren, denen es nicht so gut geht. Nun werden die Freundinnen aus Schöppingen ihren Traum wahr machen. Am Karfreitag, 6. April, fliegen sie nach Togo, um für vier Wochen in der Krankenstation in Atakpamé mitzuarbeiten, die der Verein „Togo - Neuer Horizont“ um Annemarie Klocke aus Dingden aufbaute.

Durch Zufall wurden die 26-jährige Pharmazeutisch-technische Assistentin Marina und Arzthelferin Verena (25) auf den Dingdener Verein aufmerksam. Beim Fußballtraining des ASC Schöppingen, bei dem beide Frauen aktiv sind, unterhielten sich die beiden über ihren Traum. Ihr Trainer Herbert Hörst bekam das Gespräch mit. Er ist ein früherer Arbeitskollege von Annemarie Klocke, wusste von der Krankenstation und half den beiden Frauen, den Kontakt herzustellen.

Mittlerweile haben Marina Kockmann und Verena Naber die letzten Impfungen hinter sich. In wenigen Wochen geht es nach Togo. Es wird das erste Mal für die Freundinnen, dass sie nach Afrika reisen, und auch ihr erster Einsatz in der Entwicklungshilfe.

Die Schöppingerinnen werden im Schwesternwohnheim untergebracht und möchten das Team der Krankenstation bei der alltäglichen Arbeit unterstützen. Infusionen legen, Verbände wechseln, eventuell im Labor mitarbeiten - das stellen sich die Frauen vor. Ansonsten möchten sie sich überraschen lassen. „Menschen und Land kennenlernen und einfach den Horizont erweitern“, sagt Verena Naber.

Mit den beiden Frauen wird auch Annemarie Klocke wieder nach Togo fliegen. Allerdings geht es für sie diesmal nicht nach Atakpamé, sondern nach Hanyigba-Duga. In dem Ort an der Grenze zu Ghana baut der Verein „Togo - Neuer Horizont“ ebenfalls eine Krankenstation mit auf. Annemarie Klocke fliegt Ostern zur Grundsteinlegung. 150 000 Euro soll der Bau kosten, 30 000 davon übernimmt der Dingdener Verein. 5000 Euro fehlen Annemarie Klocke und ihren Helfern noch für dieses Projekt.

Auch in Atakpamé soll weiter gebaut werden. Es werde dringend ein zweites Haus mit Patientenbetten und Entbindungsstation benötigt, erklärt Annemarie Klocke. 200 000 Euro soll der Bau kosten, etwa 50 000 Euro wird der Verein übernehmen.

In Dingden haben die Aktiven eine Halle angemietet, in der nun bis Ende des Jahres Krankenhausbetten und anderer Bedarfsartikel für die Krankenstation gesammelt werden sollen. Weitere Informationen unter www.togo-neuerhorizont.de.

Gabi Schultze

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