Den Blick nach vorne richten

SPD-Kandidat Bernd Romanski stellt sich derzeit in den Ortsverbänden vor.
SPD-Kandidat Bernd Romanski stellt sich derzeit in den Ortsverbänden vor.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
SPD-Kandidat Bernd Romanski ist in Hamminkeln kein gänzlich Unbekannter.

Hamminkeln..  Dem Ortsverband Hamminkeln hat er sich bereits vorgestellt, als nächste Stationen sind Dingden, Ringenberg, Brünen und Mehrhoog an der Reihe. Bis er am 6. März ganz offiziell als SPD-Bürgermeisterkandidat ins Rennen geht, ist der Zeitplan für Bernd Romanski also noch eng gestrickt. Zunächst müsse es darum gehen, „dass die Menschen an der Basis mich kennenlernen“, sagt Romanski im NRZ-Gespräch. Schließlich müssten diese ihn auch nächste Woche ruhigen Gewissens wählen können.

Auch wenn er in der Ratspolitik bislang nicht in Erscheinung getreten ist - gänzlich unbekannt ist Bernd Romanski in Hamminkeln sicherlich nicht. Seit 1970 lebt er in der Stadt, unterbrochen von sechs Jahren, die er mit seiner Familie zwischen 1983 und 1990 in Saudi-Arabien, Kuwait und im Irak verbrachte. In Ringenberg und Brünen hat er in seiner Jugend Fußball gespielt - „am liebsten Libero“ - in Brünen ist er aktuell Vorsitzender des Tennisclubs. Hier lebt er und hier hat er sich für die Ortsumgehung und die gesamte Dorfentwicklung eingesetzt.

Visionen und Ziele

In allen wichtigen Fragen müsse man wissen, wie man Menschen davon überzeugen könne, Veränderungen mitzutragen, sagt Bernd Romanski. Das könne man nur, indem man sie mitnehme, sie zu Beteiligten und nicht nur zu Betroffenen mache. „Ein klares Ziel, eine klare Vision“ sei dazu wichtig.

Wie er Menschen mitnimmt, scheint Bernd Romanski zu wissen. Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann und dem Studium an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) in Bochum leitete er unter anderem die Verwaltung des Essener Hochtief-Konzerns mit 350 Mitarbeitern. Bis 2013 war er schließlich Vorstandschef der Hochtief Solutions AG. Positionen, in denen ein dickes Fell unabdingbar ist. „Sie müssen einiges aushalten“, sagt Romanski, „und trotzdem Mensch bleiben.“ Eine Eigenschaft, die auch in der Lokalpolitik oftmals angebracht sein kann.

Über die im Rat getroffenen Entscheidungen möchte er dagegen weder reden noch urteilen. Bei den Steuererhöhungen sei er allerdings gespannt, wie die Reaktion der betroffenen Bürger sein werde, sagt der 55-Jährige. Mehr nicht. „Ich rede nicht über vergossene Milch“, so der Kandidat weiter, der nach eigener Aussage den Blick voraus bevorzugt: „Ich habe mich nie mit Historie aufgehalten.“

Worauf sein Blick in Hamminkelner Belangen fällt, verrät er unterdessen noch nicht. Auch wenn man aus seiner beruflichen Herkunft einiges ableiten könnte. Als Mann der Wirtschaft und Kenner Vorderasiens hat er mit Sicherheit eine dezidierte Meinung zu Finanzen und der Flüchtlingssituation. Doch die Ziele und Visionen, „die hebe ich mir für meine Antrittsrede auf“. Und mit Sicherheit für die Gespräche mit den Parteien. Die stehen nämlich abermals auf dem Programm, wenn Bernd Romanski in der kommenden Woche offiziell als SPD-Kandidat feststeht.