Delikatessen auf die Hand

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Wesel..  Dass Lebensmittel und Produkte nicht von weit her kommen müssen, zeigte der Bauernmarkt „Feines vom Land“ am Sonntag am Großen Markt. An 19 Ständen probierten sich die Besucher durch niederrheinische Spezialitäten und Köstlichkeiten. Die Leiter der regionalen Betriebe standen meist selbst hinter der Theke, so dass sich die Besucher aus erster Hand über die Produkte informieren konnten.

Dieses Jahr hatte der Wandermarkt, der von Institutionen, Messen und Städten gebucht wird, das Motto „Gourmethappen für die Hand - Feines vom Land goes Streetfood“. Die Idee des Streetfoods hatten sich die Organisationen bei der Grünen Woche in Berlin mitgenommen, bei der der Markt „Feines vom Land“ bereits zum dritten Mal NRW präsentieren durfte. Mit dem Trendthema Streetfood, also Essen für unterwegs, wollen sie nun auch jüngere Generationen für regionale Produkte begeistern.

Der Hof Rülfing aus Rhede und der Familienbetrieb Büssershof aus Kevelaer-Kervenheim haben beispielsweise zusammen mit Köchin Anne Kröncke drei Arten von Burgern aus ihren hauseigenen Spezialitäten Damwild bzw. Fleisch der seltenen Bunten Bentheimer Schweine kreiert. „Burger sind im Moment Trend - und Wild passt dazu super“, so Marlis Verhülsdonk vom Büssershof.

Das bestätigten auch Jaqlina Gronert und Jonas Schulte, die glücklichen Gewinner der NRZ-Verlosung, die sich auf dem Markt durch allerhand Köstlichkeiten probieren durften. „Gerade beim Brot merkt man einen Unterschied zu herkömmlichen Burgern. Aber auch das Fleisch hat einen ganz anderen Geschmack“, urteilt Jaqlina Gronert (27). Jonas Schulte aus Obrighoven meint: „Ich finde generell den Grundgedanken gut, dass man nachvollziehen kann, wo die Lebensmittel herkommen. Da finde ich es auch in Ordnung, dass man vielleicht etwas mehr bezahlt“. Dem 21-Jährigen, der auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, ist bewusste Ernährung sehr wichtig. Aus ethischen Gründen verzichtet er beispielsweise auf Fleisch.

Ziel des Marktes „Feines vom Land“ ist die Wertschätzung von Betrieben aus der Region. „Besonders in Zeiten der Globalisierung wollen wir regionale Betriebe fördern“, so Thomas Michaelis von der Stadtverwaltung Hamminkeln, der den Markt vor fünf Jahren mitgründete. Jedes Jahr wird ein neues Motto umgesetzt, werden neue Produkte kreiert, denn „Stillstand ist gleichzeitig Rückschritt“, wie Michaelis betont. „Wir wollen allerdings nicht nur unsere Betriebe weiterentwickeln, sondern auch unsere Vermarktungswege vergrößern“, erklärt er. So sei eine Online-Marketing-Plattform in Planung.