„Das hätte besser klappen können“

Schermbeck..  Nein, reibungslos sei der Start der Bio-Tonne nicht abgelaufen, sagt Gerd Abelt, Leiter des technischen Bauamts der Gemeinde, auf NRZ-Nachfrage. „Das hätte besser klappen können.“ So habe es bei den ersten Abfuhrterminen Schwierigkeiten gegeben. Nach Beschwerden, die herausgestellten Tonnen seien nicht geleert worden, habe die beauftragte Firma am Folgetag erneut ein Müllfahrzeug geschickt. Abelt: „Es ist ein großes Tohuwabohu.“ Allerdings sei die Gemeinde „sehr froh“, dass mit der Firma Drekopf bei der Ausschreibung ein bereits im Ort tätiges Unternehmen erfolgreich war. Der Vorteil: „Das Unternehmen kennt das Vertragsgebiet“, so Abelt.

Auch das Verteilen der Tonnen und das Anpassen der Größen bei den Restmüllgefäßen (viele Bürger beantragten hier kleinere Größen) brachte Probleme. So seien Tonnen nach der Leerung auf die Grundstücke geholt worden, und die Mitarbeiter des Entsorgers mussten diese erst herausholen, um die Einsätze zu installieren. Abelt vermutet zudem, dass das Thema Biotonne „bei manchen noch nicht ganz angekommen“ sei. Einige Bürger hätten sich daher erst jetzt entschieden, die Biotonne doch zu nehmen. Aber das gehe erst wieder zum 1. Februar.

Die Erfahrung zeige, so Abelt, dass das Thema Abfall „stark gewohnheitsorientiert“ sei. Er rechnet aber damit, dass sich der Umgang mit der neuen Tonne noch einspielen werde. „Leider versäumt“ habe die Verwaltung, im Abfallkalender auf das Abfuhrunternehmen hinzuweisen; die Firma Drekopf ist der Ansprechpartner.

Die Alternative ist kompostieren

Rund 1000 Tonnen wurden in der Gemeinde ausgegeben. Damit sei er „ganz zufrieden“, so Abelt. Der Kreis Wesel, der entsprechende Vergleichsmöglichkeiten hat, habe erklärt, der Wert sei „ganz in Ordnung“. Neben Kritikern der Tonne („Die meisten sind verständnisvoll“) gebe es vor allem ältere Bürger, die das neue Angebot loben; es sei „eine tolle Sache“. Erneut betont der Amtsleiter, dass es „keinen absoluten Zwang“ zur Biotonne gebe. Als Alternative nennt er das Kompostieren. Aber: Wer sich einmal für oder gegen die Biotonne entschieden habe, bleibe ein Jahr lang an sein Votum gebunden.