Das Großprojekt Reitzenstein ist vollendet

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Wesel..  Mit dem sprichwörtlichen einen weinenden und einen lachenden Auge kam Bauträger Hermann Tecklenburg in dieser Woche in die Hansestadt. Lachend, weil sein Großprojekt an der Friedenstraße nach mehr als zehn Jahren nun abgeschlossen ist. Und weinend, „weil ich genau deshalb künftig nicht mehr regelmäßig nach Wesel kommen werde“, wie der Straelener Unternehmer sagte. Aber nicht nur das Gelände der ehemaligen Reitzenstein-Kaserne, sondern auch die Stadt selbst habe während der vergangenen Jahre eine sehr positive Entwicklung erlebt, lobte Tecklenburg bei der kleinen Feier zur offiziellen Einweihung der im letzten Bauabschnitt entstandenen Reihenhäuser.

13 Häuser sind in Richtung Friedenstraße gebaut worden, alle um die 120 Quadratmeter groß und mit kleinem Garten. Alle diese Häuser sind an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Körperschaft der Bundesrepublik Deutschland vermietet und werden von britischen Nato-Offizieren und deren Familien bewohnt. Nicht zuletzt durch die Kinder, die dort eingezogen sind, sei auf dem Gelände der Reitzenstein-Kaserne nun eine tolle Mischung an Leuten zusammengekommen, freut sich Hermann Tecklenburg. „Angefangen bei den Wohnungen in den renovierten Kasernengebäuden über das Altenheim und Wohnheim für Menschen mit Behinderungen, das Casino bis hin zu den Reihenhäusern ist hier eine schöne Möglichkeit zu wohnen für ganz unterschiedliche Menschen entstanden."

Das Reitzenstein-Gelände sei ein gelungenes Beispiel für Konversion, findet Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. Als die Standortverwaltung der Bundeswehr 1996 ausgezogen sei, habe man sich gefragt, was dort entstehen könne, blickte die Verwaltungschefin zurück. „Es gab viele Diskussionen, zeitweise war Einzelhandel im Gespräch.“ Zwar hätte sie das auch begrüßt, so Westkamp weiter, die zur Verfügung stehende Fläche sei aber zu klein gewesen. „Und das, was hier nun entstanden ist, ist wunderbar vollendet.“ Die Bewohner der neuen Häuser hieß Westkamp willkommen.