Das erste eigene Album
11.05.2009 | 18:13 Uhr 2009-05-11T18:13:00+0200
„Without Wax” aus Wesel stellten ihre Debüt-Scheibe „We Should Believe” in Hagen vor
Wie viele Jugendliche träumen davon, eine Band zu gründen, Konzerte zu geben und eine CD mit einem renommierten Produzenten aufzunehmen? Vier Jungs aus Wesel leben diesen Traum. Im Hagener Woodhouse Studio haben „Without Wax” ihr erstes Album fertig gestellt.
In einem Hinterhof in der Elberfelder Straße in Hagen liegt das Woodhouse Studio. Hier haben Gitarrist Florian Blaswich (18), Sänger Yannick Dahl (16), Schlagzeuger Tino Wilczewski (15) und Bassist Jonas Nühlen (16) von „Without Wax” ihren größten Wunsch wahr gemacht: Am Samstag präsentierten sie ihr Debutalbum „We Should Believe”. Es erscheint am 12. Juni im Handel.
„Diese Band ist eine Ausnahmeerscheinung”, urteilte ihr Produzent Siggi Bemm. Bereits 2007 hatte er eine EP („Innocence Fadin”) mit den Jungs aufgenommen. „Sie beherrschen ihre Instrumente und ihre Stimmen, da wird so mancher Profi blass.” Daher habe der Hagener am Mischpult nicht viel nachhelfen müssen. „Taped as played” nennt Siggi Bemm das. Die Szenegröße, die mit einer Reihe von populären Künstlern wie Peter Maffay, Udo Lindenberg und „Extrabreit” zusammengearbeitet hat, betonte: „Die Gruppe kommt aus dem Underground. Sie ist nicht gecastet. Sie ist keine Plastikgruppe.”
Die Mitglieder von „Without Wax” gehen alle noch zur Schule. Darum nutzten sie die Weihnachtsferien für die Aufnahmen. „Zehn Stunden haben wir täglich hier verbracht”, erläuterte Gitarrist Florian. Jedes Instrument wurde dabei einzeln aufgenommen und später von Produzent Siggi Bemm abgemischt. „Wir haben uns hier im Studio sehr wohl gefühlt. Die Arbeit mit Siggi war entspannt, auch wenn er uns manchmal in den Hintern treten musste”, waren sich alle einig. „Wir waren saumäßig stolz, als wir die fertigen Songs das erste Mal gehört haben”, erinnerte sich Yannick.
Für viele Jugendbands platzt der Traum vom Erfolg wie eine Seifenblase. „Without Wax” sind mit ihrem ersten Album dem großen Durchbruch ein Stück näher gekommen. Sänger Yannick erklärt sich das so: „Um das zu schaffen, braucht man viel Glück. Und das hatten wir.”
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