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Dank an die Ehrenamtlichen

01.02.2016 | 05:00 Uhr
Dank an die Ehrenamtlichen
Bürgermeister Mike Rexforth hatte der Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss diese Gitarre gegeben: Er wünschte sich ein Autogramm von Angela Merkel darauf. Hannelore Löll vom Wahlkreisbüro der Abgeordneten brachte das Instrument samt Autogramm. Applaus auch von Ortsverbandschef Ulrich Stiemer.Foto: Gerd Hermann

Schermbeck.   CDU-Neujahrsempfang in Schermbeck: Flüchtlinge, BfB und schnelles Internet als Themen

Deutliche Kritik an der BfB-Fraktion und die Flüchtlings-Situation prägten den Neujahrsempfang des CDU-Gemeindeverbands am Samstag im Begegnungszentrum des Rathauses. Vorsitzender Ulrich Stiemer dankte eingangs den „Ratsmitgliedern fast aller Fraktionen“, die manche schwierigen Entscheidungen mitgetragen hätten. Fast alle. „Es gibt nämlich eine Fraktion im Rat, die würde sogar gegen die eigenen Vorschläge stimmen, weil sie einfach nicht wissen, wie zustimmen geht.“

Vertrauen erschüttert

Dr. Günter Krings, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, sprach zum Thema „Flüchtlingspolitik und Terrorismus“. Er warnte davor, beides zu vermischen, aber Schnittstellen müssten benannt werden. Den Aspekt der Sicherheit stellte er in den Mittelpunkt. Er kritisierte, es sei „zu oft vom schlanken Staat gesprochen worden“. Das Vertrauen in den Staat sei erschüttert.

„Ein hoch gemischtes Publikum“ komme mit den Flüchtlingen ins Land. Sein Appell lautete: Flüchtlinge integrieren, abgelehnte Asylbewerber zügig zurückschicken und eine spürbare Reduzierung der Flüchtlings-Zahlen. Sein Dank galt den Ehrenamtlichen und den Kommunen: Sie hätten „ganz viel aufgefangen“, wo das Land untätig geblieben sei.

Bürgermeister Mike Rexforth nannte es anschließend „den Gipfel der Unverschämtheit“, dass die Kommunen, obwohl durch Amtshilfeersuchen gezwungen, auf ihr Geld für die Flüchtlinge warten müssten. „Wir werden alleine gelassen.“

Im Rückblick auf 2015 erinnerte der Bürgermeister ironisch daran, dass die Verwaltung mit „richtig wichtigen Anträgen bombardiert“ worden sei. Er habe überlegt, den personellen Aufwand der „unsinnigen Anfragen in Rechnung zu stellen“. Gemeint war die BfB-Fraktion.

Zufriedener Rückblick

„Das ging aber schnell“ habe er sich gedacht, als deren Vorsitzender Klaus Roth im vorigen Februar seinen Rücktritt forderte. Rexforth zog eine positive Bilanz: Er erwähnte die Umgestaltung der Grünanlagen, die sinkenden Verluste im Haushalt, den vorgeschlagenen Verzicht auf Steuererhöhungen in diesem Jahr und das geplante Baugebiet der Gemeinde an der Weseler Straße. 20 Bauplätze will die Gemeinde wie berichtet dort verkaufen, zudem ein Haus mit 16 Wohneinheiten (barrierefrei, teils rollstuhlgerecht) errichten. „Ohne einen Schermbecker Steuer-Cent“ sei es gelungen, den Rathausplatz zu verschönern und die neue Route „Schermbeck rundum“ einzurichten. Deutlich warb Rexforth für das Projekt der Deutschen Glasfaser. Die Gemeinde stehe vor der Wahl, „einen Schritt in die Zukunft oder zurück ins Mittelalter“ zu gehen. Und: Die Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen, ihnen die deutsche Sprache beizubringen und die hiesige Kultur begreifbar zu machen sei eine „der größten Herausforderungen der nächsten Jahre“. Auch er dankte den Ehrenamtlichen, die sich dabei engagieren. Sein Wunsch für 2016: „Mehr über das Gute sprechen. Die Meckerer finden gefühlt mehr Gehör.“ Denn: „Dagegen sein ist ganz einfach.“

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2016-02-01 05:00
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