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Bahn-Projekt

Dämpfer für Betuwe-Strecke

20.05.2010 | 18:34 Uhr
Dämpfer für Betuwe-Strecke

Wesel/Hamminkeln. Bei der Sitzung des Betuwe-Projektbeirates in Berlin stellte die Bahn den raschen Einbau von Schienenstegdämpfern zur Lärmreduzierung in Aussicht. Für die Beseitigung von Bahnübergängen sieht sie in Hamminkeln in einem Fall einen Dissens.

Bevor der Ausbau der Bahnstrecke Oberhausen-Emmerich erfolgt und die so genannte Blockverdichtung des Schienenverkehrs kommt, solle die Strecke somit zur Teststrecke werden, wie es insbesondere von Bürgerinitiativen gefordert worden war, sagte die CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss, die wie auch der Hamminkelner Bürgermeister Holger Schlierf als Neuling in der Runde begrüßt wurde. Andere innovative Maßnahmen, die bislang nicht zu den üblichen Lärmschutzmaßnahmen zählen, wie etwa niedrige Schallschutzwände an den Gleisen, stehen indes nicht zur Debatte.

Die vorgesehenen Schienenstegdämpfer fangen Schienenschwingungen und Rollgeräusche auf und sorgen nach Angaben der Bahn für einen deutlich spürbaren Schallschutz. Schnell muss sie in dieser Sache auch deshalb handeln, weil der Einbau aus dem Konjunkturpaket finanziert werden soll und deshalb bis zum kommenden Jahr abgewickelt sein muss.

Die zur Verfügung stehenden sechs Millionen Euro langen allerdings nur für acht Kilometer Strecke, so dass nur einzelne Abschnitte bedacht werden - mit hoher Siedlungsdichte und dort, wo kein dreigleisiger Ausbau vorgesehen ist, wie Hans-Georg Haupt im Hamminkelner Rathaus weiß. „Mehrhoog ist nicht dabei, da werden fast alle Gleise angepackt“, so der Technische Beigeordnete.

Kein Einfluss auf
Höhe der Lärmschutzwände

Die vorgeschaltete Maßnahme sei ein „Mehr“ gegenüber dem gesetzlich Vorgeschriebenen, so Sabine Weiss. Sie wirke sich nicht auf die Schallgutachten und damit auch nicht auf die Höhe der erforderlichen Lärmschutzwände aus.

Die Zusage des Landes, die Kosten für die Beseitigung der Bahnübergänge auf der Strecke zu übernehmen, werde auch nach einer neuen Regierungsbildung in Düsseldorf Bestand haben, erwartet die CDU-Politikerin. Das Land wolle mit denjenigen Kommunen reden, mit denen strittige Punkte zu klären seien, um Klageverfahren zu vermeiden. Das gilt für Hamminkeln hinsichtlich des Überganges an der Bahnhofstraße in Mehrhoog. Ungeklärt sei auch die Situation am Übergang Kikenheckweg/Wasserstraße, so Haupt, wo die Bahn eine Be-seitigung durch die Stadt fordere. „Das werden wir uns nicht gefallen lassen“, kündigt er an. Zehn Dissens-Punkte sind in Emmerich, drei in Rees zu lösen.

„Offen und konstruktiv“ nannte Sabine Weiss das dreieinhalbstündige Gespräch. Sie sieht einen Wandel bei der Bahn. Sie habe bei dem Beirat, einer Einrichtung, die es bundesweit noch bei keinem Projekt gegeben habe, „nicht das Gefühl, dass irgendeiner was zurückhält“. Unter dem neuen Bahn-Chef herrsche „ein ausgesprochen politisches Denken“, das die Menschen ernst nehme. Das Unternehmen setze mit dem in Emmerich gestarteten Informationszentrum, das durch die betroffenen Kommunen „wandern“ soll, auf Kommunikation und erkenne die Sachkunde an, die sich Mitglieder von Bürgerinitiativen erworben hätten.

Nicht besprochen wurde das Thema Sicherheit. Das soll auf der Herbstsitzung des Gremiums erfolgen. Als harte Nuss: Die Bahn sehe da allein die Kommunen und den Kreis in der Pflicht, so Schlierf.

Joachim Freund

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Kommentare
22.05.2010
12:22
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von Moribundis | #5

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22.05.2010
12:21
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von Moribundis | #4

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21.05.2010
17:40
Dämpfer für Betuwe-Strecke
von Poulver | #3

Das Meckern geht weiter.

21.05.2010
12:21
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von Moribundis | #2

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21.05.2010
09:58
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von Pit01 | #1

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