CDU: Grüne nutzen Schüler als Druckmittel

Wesel..  Dass die Hausmeisterwohnung der Büdericher Grundschule zwecks Erweiterung des Schulraum-Angebotes umgebaut wird, hält CDU-Ratsmitglied Volker Haubitz in diesem Jahr für unwahrscheinlich. Zwar nahm der Vorsitzende des Schulausschusses bei einer Besichtigung der Wohnung am Donnerstag den Eindruck mit, dass die inzwischen leer stehende Wohnung gut dafür geeignet sei, aber die erforderlichen rund 140 000 Euro seien im städtischen Haushalt nicht vorhanden, könnten allenfalls über einen Nachtragshaushalt bereitgestellt und dann 2016 ausgegeben werden. „Wenn man ein bisschen improvisiert“, könne die Schule sich zunächst auch ohne Erweiterung helfen, und dann müsse man mal die Entwicklung der Anmeldezahlen abwarten.

„Ein Skandal“

„Verärgert und entsetzt“ reagierte die CDU in Büderich auf den erneuten Vorstoß der Grünen, die Finanzierung über Einsparungen beim Umbau der Weseler Straße sicherzustellen. Während des Ortstermins von Schulausschuss und Stadtverwaltung habe Grünen-Sprecher Ulrich Gorris dies der Schulpflegschaft als Vorschlag für eine Elternversammlung unterbreitet. Er versuche damit, Eltern und Bürgerforum gegeneinander auszuspielen, benutze die Schulkinder als Druckmittel, den Straßenumbau zu verhindern und wolle die wegen der Schulzusammenlegung verunsicherten Eltern aus Büderich und Ginderich „parteipolitisch vor seinen Karren spannen“. Das sei ein Skandal, so Andreas Üffing, Büdericher CDU-Vorstandsmitglied.

„Das Zusammenwachsen der Schulen darf keinesfalls durch solche Aktionen gestört werden“, so Jürgen Linz, CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat. Er kritisierte auch Schulleiter Karl-Wilhelm Schweden, weil dieser nicht beizeiten das Gespräch mit den örtlichen Politikern gesucht habe.