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Bürgernähe als Programm

11.08.2009 | 17:34 Uhr

Hamminkeln. Die Freie Wählergemeinschaft USD erhofft sich bei der Wahl am 30. August ein weiteres Ratsmandat. Derzeit sind vier Mitglieder aktiv.

Zum zweiten Mal treten die Mitglieder der USD im Kommunalwahlkampf im gesamten Stadtgebiet an – und hoffen auf ein noch besseres Abschneiden als 2004. Damals gab's 10,9 Prozent der Stimmen, was der Wählergemeinschaft vier Ratsmandate einbrachte. Auf einen fünften Sitz hoffen nun Fraktionsvorsitzender Helmut Wisniewski und sein Stellvertreter Helmut Hoffmann.

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Geld für Kindergarten

Bescheiden will die USD mit ihren Wahlkampfmitteln umgehen. Neben den rund 10 000 Flyern für die Haushalte hat die Wählergemeinschaft lediglich 30 größere Plakate gedruckt. Das Sparen soll sich schließlich für die Kindergärten im Stadtgebiet lohnen. Die 13 Einrichtungen bekommen von der USD jeweils 500 Euro.

Dass sie bislang mit ihrem Anspruch, bürgernah und präsent vor Ort zu sein, gut gefahren sind, davon sind die beiden Dingdener überzeugt. Ein kleines Beispiel lieferte Helmut Hoffmann gestern bei der Vorstellung des Wahlprogramms. Vor Kurzem hatten sich Bewohner aus dem Ort an die USD gewandt, weil in ihren Straßen seit einem halben Jahr keine Reinigung mehr vorgenommen worden war. „Wir sind mit ihnen ins Rathaus gegangen, haben das Problem geschildert und jetzt bekommen die Bürger die Gebühren erstattet”, berichtete Hoffmann.

Wofür die USD steht, ist auf einem Flyer zu lesen, den die Bürger zum Ende der Woche per Post geschickt bekommen. Beim Thema Schule wollen sich die Mitglieder der Wählergemeinschaft für den Erhalt der Hauptschulen, natürlich auch der Dingdener, stark machen. Allerdings erwarten sie dafür ein Konzept, das sie bereits vor einem Jahr eingefordert hatten. Mehr Flexibilität wünscht sich die USD von der Verwaltung beispielsweise bei den Öffnungszeiten für das Freibad oder auch bei den Sporthallen.

„Wenn es in diesen Tagen vormittags regnet, aber am Nachmittag die Sonne scheint, muss es doch möglich sein, das Freibad zu öffnen”, findet Helmut Hoffmann. Dass Sporthallen während der Ferien für die Grundreinigung eine Zeit lang geschlossen bleiben müssen, sei selbstverständlich, doch das müsse nicht sechs Wochen dauern.

Finanzierung muss passen

Apropros Vereine. Die freie Benutzung der Sportstätten für Kinder und Jugendliche aller Sportvereine steht ebenfalls im Wahlprogramm. Auch den Wunsch von Blau-Weiß Dingden nach neuen Sportplätzen will die USD unterstützen, doch die Finanzsituation der Stadt müsse passen, räumten die Politiker ein. „Wir können nicht 600 000 Euro dafür ausgeben und die Summe anderswo einsparen”, erklärte Helmut Wisniewski.

Faire Preise für die Vermarktung der Gewerbegrundstücke, um die Ansiedlung von Betrieben zu forcieren, Verbesserungen bei der Breitbandverkabelung, die zügige Realisierung der Westtangenten in Dingden und Hamminkeln gehören zu den weiteren Forderungen.

Margret Brüring

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