Bürgermeisterin: Negative Haltung bestärkt

Wesel..  „Meine negative Haltung hat sich heute verstärkt“, sagte Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, nachdem sie gestern das früher von der Landwirtschaftsschule genutzte Gebäude an der Stralsunder Straße in Augenschein genommen hatte. Gemeinsam mit dem Kreis Wesel, einigen ihrer Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie der Feuerwehr prüfte sie, ob das Objekt für eine Unterbringung von Asylbewerbern genutzt werden könnte. Anwohner der angrenzenden Straßen sähen dies als problematisch an und hatten sich deshalb zuvor an die Bürgermeisterin gewandt (die NRZ berichtete).

Auf die Frage, was sie denn bestärkt habe, sagte Westkamp: „Es passt einfach nicht.“ Es gebe zwar einzelne Toiletten, aber keine Duschen, und die zweite Etage sei nicht bewohnbar. Dort seien nicht die erforderlichen Fluchtwege vorhanden. In dem Gebäude gebe es keinen massiven Sanierungsbedarf, sagte sie auf die Frage nach dem baulichen Zustand. Aber um es bewohnbar zu machen, „müsste finanziell einiges investiert werden“.

Generell passe eine Einquartierung von Flüchtlingen an diesem Ort „nicht in die Ausrichtung der Stadt Wesel“ hinsichtlich der Unterbringung von Asylbewerbern. Dennoch werde die Stadt eine Nutzung des vom Kreis angebotenen Objekts „seriös durchrechnen“.