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Bislich bekommt eine Arena

23.04.2009 | 19:07 Uhr
Im Beisein vieler Sponsoren nahmen die stellvertretende Bürgermeisterin Josefa Bittner und Nabu-Vorstand Winfried Ricken den ersten Spatenstich vor. Foto: Markus Weißenfels

Gregor Alms gerät ein bisschen ins Schwärmen, als er den Gästen berichtet, was alles auf der grünen Wiese in Bislich geplant ist. Die Nabu-Kreisgruppe hat sich viel vorgenommen: An der Straße Auf dem Mars entsteht eine Arena, in der Kinder und Jugendliche Natur erleben können. Am Mittwoch wurde auf dem Weg dorthin ein weiterer Schritt getan: Im Beisein von Sponsoren und Vertretern der Stadt wurde der erste Spatenstich vorgenommen.

Vier Teiche, einer mit einer Wasserfläche von 500 Quadratmetern, Feuchtwiesen, Kräutergarten und Nistturm entstehen in den nächsten Monaten. Die Teiche werden so angelegt, dass man den Kindern zeigen könne, was sich unter Wasser abspielt, so Projektleiter Alms. Einen Frosch, vielleicht auch eine Ringelnatter könnten künftig die Arena-Besucher ganz aus der Nähe betrachten. „Wir wollen das den Schulen und Kindergärten als grünes Klassenzimmer anbieten”, blickte Alms in die Zeit nach der Fertigstellung. An die können sich die Naturschützer nun begeben - vor allem, weil sie zahlreiche Sponsoren gefunden haben. 37 000 Euro hat die Nabu-Kreisgruppe schon zusammen bekommen, rund 100 000 werden insgesamt benötigt. „Dank der Spenden kommen wir einen riesen Schritt weiter, können schon in einigen Wochen etwas vorzeigen”, bedankte sich Alms bei den Geldgebern.

Vor sechs Jahren hatte die Kreisgruppe mit dem Projekt Naturarena begonnen. Zunächst ist ihr ein Bauernhof, der aufgegeben wurde, angeboten worden. Nach einer Besichtigung war schnell klar: Der kam nicht in Frage. Rund 300 000 Euro hätte der Nabu in die Sanierung der Gebäude stecken müssen. Dafür haben die Naturschützer mit der Hohen-Haus-Stiftung für eine 7000 Quadratmeter große Wiese einen 20 Jahre laufenden Nutzungsvertrag abgeschlossen. Unterstützung erhält der Nabu auch von Stromlieferant RWE. Die 10 000 Volt Freileitung, die quer über die Weise verläuft, wird bald entfernt. Und den weißen Trafo-Turm bekommt der Nabu für einen symbolischen Preis. „Damit haben wir einen Raum, wo wir Material lagern können”, so Alms. Und weil deshalb kein Nistturm errichtet werden muss, spart der Nabu 17 000 Euro.

In den nächsten Tagen beginnen die Arbeiten für die Teiche. 2010 sollen die ersten Besucher in der Naturarena begrüßt werden.

Michael Turek

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