Betuwe beschäftigt die Bundes-CDU
15.11.2010 | 17:27 Uhr 2010-11-15T17:27:00+0100
Wesel/Hamminkeln.Der CDU-Bundesparteitag in Karlsruhe soll sich heute mit dem Thema Betuwe befassen. Gleiches gilt für den Verkehrsausschuss des Regionalrates am 9. Dezember. Dessen Vorsitzende ruft zum Handeln auf und vermisst zivilen Ungehorsam.
Die umstrittenen Güterzug-Strecke Betuwe wird Thema auf dem CDU-Parteitag in Karlsruhe. Vertreter aus den CDU-Kreisverbänden Wesel und Kleve haben für den Parteitag einen Initiativantrag vorgelegt, in dem ein „kommunen- und bürgerverträglicher Ausbau“ der Bahnstrecke von Oberhausen bis Emmerich mit verbindlichen Lärmschutzmaßnahmen gefordert wird. Im Einzelnen wird nach dem dritten Gleis nebst Lärmschutz verlangt. Verzögere sich dessen Bau, müsse es für die Blockverdichtung ein eigenes Genehmigungsverfahren mit „vernünftigen“ Bedingungen (Höchstfrequenzen, Nachtfahrverbot etc.) geben. Des Weiteren wird der Einsatz neuer Technologien und die Beseitigung aller Bahnübergänge vor der weiteren Blockverdichtung gefordert.
Zivilen Ungehorsam leisten
„Es ärgert mich, dass wir nicht alle aufstehen und zivilen Ungehorsam leisten“, sagt Gunhild Sartingen, Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Regionalrat aus Marienthal. Sie lädt für die Sitzung des Ausschusses am 9. Dezember die Bahn und das NRW-Verkehrsministerium zu dem Thema ein und fordert ein rasches („Was nützt uns eine Konferenz im Januar?“) und geschlossenes politisches Handeln. „Die Stuttgarter machen uns vor, dass man sich wehren kann“, sagt sie.
„Wir müssen verlangen, dass die Zahlen geändert werden“, so die SPD-Politikerin. Lege man realistische Größenordnungen für das zukünftige Güteraufkommen von Rotterdam aus zugrunde, brächen die Berechnungen der Bahn für die Wirtschaftlichkeit der Strecke ein. Die Industrie- und Handelskammer sehe die Sache hingegen realistisch.
14:06
@ Christ und Demokrat
Ihr Nick zeigt doch schon das Problem auf.
Christ UND Demokrat geht eben nicht!
Genau das ist Muttis Problem!
In der christlichen CDU verwurzelt, muss sie eben auch in christlicher Tradition mauscheln!
Glaubt wirklich jemand ernsthaft, das sich die Bundes CDU mit der Bahn anlegt? Das liegt doch nicht im Regierungsinteresse. Der Börsengang der Bahn ist wichtiger und noch immer in Planung.
@#4 von Gerhard Klingbeil
Vielleicht sollte man zivilen Ungehorsam üben und der Bahn die Strecke blockieren? Schüler auf den Gleisen, unterstützt von den Eltern und Kommunalpolitikern sollten der Bahn doch zeigen wer die Macht hat.
OK, das mit den Politikern wird schwierig. Die sind ja mMn eher den Vertrgaspartnern verpflichtet.
14:25
#8 Christdemokrat
Es geht hier nicht um unterschwellige Beschimpfungen, die kann ich nicht erkennen. Aber was soll das denn mit den vielen Pendlern, die morgens in die Städte einfallen? Diese Leute fallen nicht ein, sondern sind meist gezwungen auswärts ihren Arbeitsplatz aufzusuchen. Nicht jeder kann wie ich mit der Bahn zum Arbeitsort fahren. Gott sei Dank muss ich mich nicht durch Staus quälen. Ich bin durchaus der Meinung, dass mehr LKW auf die Bahn gehören, doch bitte mit der notwendigen ( und machbaren ) Technik, die die Leute nachts schlafen lässt.
13:28
Lieber Pit01,
bitte keine unterschwelligen Beschimpfungen, .
.[;-)],
sehe es aber auch so, dass alle Möglichkeiten moderne Technologie einzusetzen und auszuschöpfen sind.
Was mich nur wieder nervte war, dass in dem Artikel Erbsen und Birnen verglichen wurden:
„„Es ärgert mich, dass wir nicht alle aufstehen und zivilen Ungehorsam leisten“, sagt Gunhild Sartingen, ... „Die Stuttgarter machen uns vor, dass man sich wehren kann“, sagt sie.
In Stuttgart soll Unsinn, der die öffentlichen Haushalte und damit die Algemeinheit noch mehr belastet verhindert werden. In unserem Fall hier sollen wichtige Entscheidungen, die im Interesse der Allgemeinheit sind, zu Gunsten privater Intersessen verhindert werden.
Viele Bürger in den (Groß)Städten werden nicht nur durch die vielen LKWs belastet, sondern auch von den vielen Pendlern z.B. aus dem Kreis Wesel, die morgens in die Städte mit ihren PKWs einfallen. Da wäre es schon schön, wenn wenigstens die Zahl der LKWs nicht steigt oder verringert werden könnte!
12:04
#6 Christdemokrat
Schon richtig, nur darf man die Bürger dabei nicht vergessen. Die haben nämlich einen Anspruch auf unversehrtheit, vor allem nachts. Daher muss Lärm - und Katastrophenschutz her, ohne wenn und aber.
11:22
Güter gehören auf die Bahn!
10:11
Betuwe?
Für wen?
Soll doch der Rotterdammer Hafen in Vorleistung gehen. mal sehen ob die dann nicht eine andere Lösung finden.
Was ist mit Hamburg? Schlafen die dort?
Die Betuwe rentiert sich für die chinesischen Billigzeugimporteure nur, wenn der Steuerzahler sie be?tahlt.
09:25
Unser Ort ist mittlerweile durch die Betuwe Linie geteilt. Die Schranken sind mehr geschlossen als geöffnet. Schüler kommen nicht, oder zu spät, zur Schule und einkaufen kann lange dauern. Bei Erhöhung der Taktzahl auf 400 Züge pro Tag kommt dies einem Mauerbau mitten im Ort gleich. Aber, wen stört schon ein Dorf, wenn das Geld für Prestigeobjekte wie Stuutgart 21 verpulvert wird?
Gerd
09:18
Keitermann das ist doch Quatsch was sie schreiben, So lächerlich es auch klingt der tiefergelegte Personenbahnhof S21 wird immer mit Güterverkehr begründet.
Und natürlich dat der Ausbau bei uns etwas mit S21 und der sächsischen ICE Linie zu tun. Beide binden sämtliche Investitionsmittel der Bahn auf 10 Jahre.
08:43
Auch für diese Strecke gibt Befürworter und entschiedene Gegener.Stuttgart hat damit wohl wenig zu tun, weil es dort um den Personenverkehr geht. Man kann bekannterweise nicht Birnen mit Äpfeln vergleichen. Außerdem stehen hier auch Kosten an, die noch nicht einmal annähernd glaubhaft dargestellt wurden.
21:17
Wenn die CDU sich gegen Stuttgart 21 ausspräche, gäbe es bei der DB auch wieder genug Geld für eine vernünftige Lösung an der Betuwe.