Betreuung beendet
03.11.2009 | 06:00 Uhr 2009-11-03T06:00:00+0100Hamminkeln. 32 Jahre lang haben ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Arbeiterwohlfahrt an vier Tagen in der Woche eine Hausaufgabenbetreuung angeboten. Jetzt ist Schluss, weil keine Ringenberger Grundschüler mehr kamen.
Die Enttäuschung ist Irene Nieden deutlich anzumerken. „Wir haben unsere Schlüssel abgegeben und Schluss gemacht.” Was die Ringenbergerin mit diesem Satz ausdrückt, ist das Ende der ehrenamtlichen Hausaufgabenhilfe durch die Arbeiterwohlfahrt. 32 Jahre lang betreuten Frauen und Männer Grundschüler viermal pro Woche. Doch nun seien die Kinder plötzlich mit einem Zettel der Schule nach Hause gekommen, auf dem das Aus der nachmittäglichen Unterstützung zu lesen war.
Schon zum 30-jährigen Bestehen des kostenlosen AWO-Angebotes hatte sich im März 2007 ein wenig Frust unter den elf Helferinnen und Helfern um Irene Nieden breit gemacht. „Wir fühlen uns zunehmend isoliert”, hatte es damals Marlies Niggemeier ausgedrückt. Wie auch Josefa Sonders war sie von Beginn der Hausaufgabenbetreuung mit dabei. Dass es kaum Resonanz bei der Schulleitung der Ringenberger Grundschule gab, die seit einigen Jahren als Dependance der Hamminkelner Grundschule geführt wird, hatten die Ringenberger auch als Grund für die rückläufige Zahl der Kinder in den Nachmittagstunden genannt. Das sei bei den früheren Rektoren ganz anders gewesen. Bis zu 25 Kinder hatten das Angebot gerne genutzt.
Dabei steht für Irene Nieden fest, dass es einige Schülerinnen und Schüler gibt, die die Unterstützung durch die Hausaufgabenhilfe benötigen. „Aber wir hatten das Gefühl, dass wir nicht erwünscht sind”, bedauert die engagierte Frau von der AWO. Doch weiter aufdrängen wollen sich die Betreuer nicht mehr. „Mit einem Frühstück als Dankeschön werden wir am 1. Dezember die Haushaufgabenhilfe offiziell einstellen”, kündigte die 69-Jährige im Gespräch mit der NRZ an.
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