Bahnhofsvorplatz statt Zitadellen-Torbogen

Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma

Wesel..  Hunderte Menschen gehen Tag für Tag daran vorbei, lassen es links oder auch rechts liegen. Denn dieses Kunstwerk steht ganz zentral vor dem Bahnhof. Es wurde bereits zum 750-jährigen Jubiläum der Stadt Wesel gefertigt, im Rahmen des Künstler-Symposiums „Unter der Erde“ 1990/1991.

24 Jahre sind inzwischen ins Land gezogen, und die Skulptur von Edgar Gutbub ist seit wenigen Jahren dort angekommen, wo sie gut hinpasst. So sehen es vor allem die Aktiven des Niederrheinischen Kunstvereins, die das Kunstwerk schon mal hegen und pflegen und von oben bis unten abwaschen.

Die Arbeit aus Stahl hat es immerhin auf die Internetseiten zum Thema „NRW-Skulptur - Kunst im öffentlichen Raum in NRW“ geschafft. Der Künstler selbst, 1940 in Mannheim geboren und in Wuppertal wohnhaft, wollte die Skulptur eigentlich im großen Torbogen der Zitadelle platziert wissen. Doch wie das mit Kunst - zumal abstrakter - so ist, gab es lange ein Hin und Her und immer wieder Diskussionen. Und so war der erste Standort auf dem Bahnhofsvorplatz nur ein provisorischer. Vor vier Jahren wurden die Seiten gewechselt und schon steht das Werk mehr im Blickpunkt.

Ein vierseitiges Prisma aus Edelstahlblech bildet die Grundlage. Aufgesetzt wurde ein Parallelogramm, wie es auf der Internetseite heißt. Durch diese Form kann Einblick ins Innere genommen werden. Außen silbrig, innen bunt - so sollte es sein. Ein helles Gelb für die Sonne und das Licht plus ein Blau.

„Zwei gleich groß“ ist der Titel der Arbeit aus Edelstahl mit Acrylfarbe. Ihre Maße: 2,20 Meter mal 3,80 Meter mal 1,90 Meter. Der Künstler, der sie schuf, studierte an der Freien Akademie Mannheim und an der Akademie der Künste Berlin. Er hatte diverse Gastprofessuren inne und ist Villa Romana-Preisträger des Jahres 1972.

Werke des Bildhauers, Grafikers und Installationskünstlers sind unter anderem in Schwäbisch Hall, auf dem Campus Garching der Technischen Universität München und vor der deutschen Botschaft in Helsinki zu finden.