Autofähre statt Rheinbrücke?
20.08.2010 | 18:01 Uhr 2010-08-20T18:01:00+0200
Wesel.Die für den 8. bis 18. Oktober geplante Vollsperrung der Rheinbrücke (die NRZ berichtete) zur Herstellung der Straßenanbindung auf der Weseler Seite bereitet vielen, die sie täglich nutzen, schon seit langem Kopfzerbrechen. Denn neben der Fähre zwischen Duisburg-Walsum und Rheinberg-Orsoy stehen lediglich die beiden Brücken in Rees und in Duisburg zur Verfügung, um auf die jeweils andere Rheinseite zu gelangen. Das bedeutet weite Um-wege, höhere Kosten und viel Zeitverlust.
Weiterer
Klärungsbedarf
Möglicherweise kommt es nun aber zu einer weiteren Verbindung über den trennenden Strom. Der Rheinfährbetrieb Schäfer, der zwischen Meerbusch Langst-Kierst und Düsseldorf-Kaiserswerth eine Autofähre unterhält, hat Interesse, für den betreffenden Zeitraum eine ebensolche Fährverbindung zwischen We-sel-Bislich und Xanten-Beek zu schaffen. Gestern war Kapitän Schäfer zu einer Erörterung im Weseler Rathaus. Ergebnis: Es müssen noch weitere Gespräche mit anderen Partnern folgen, wie Dezernent Klaus Schütz anschließend mitteilte.
Die „Keer tröch“
müsste dann ausfallen
Für Montag ist eine Runde mit der Stadt Xanten angesetzt, es folgen außerdem der Landesbetrieb Straßen NRW und der Heimatverein Bislich, der samstags, sonntags, mittwochs und freitags mit der Personenfähre „Keer tröch II“ selbst diese Fährköpfe nutzt und dann für diesen Zeitraum darauf verzichten müsste. Auch technische Details müssen natürlich noch geregelt werden, etwa in Sachen Zufahrten und Beschilderung der Strecke, die weit außerhalb der Stadt liegt.
Die zehntägige Brückensperrung im Oktober soll am 8. September auch im Ausschuss für Bürgerdienste, Sicherheit und Verkehr Thema sein.
20:15
das hat unsere Bürgemeisterin gut gemacht. Eine wirkliche Krisenmanagerin.