Aushängeschild des Heimatvereins
07.08.2012 | 19:48 Uhr 2012-08-07T19:48:00+0200
Wesel. Tanja Krott ist noch bis Oktober Erntekönigin von Obrighoven und Lackhausen. Wenige Wochen vor dem Ende ihrer Amtszeit zieht sie Bilanz.
Sich einmal wie eine Königin fühlen - davon träumen viele Mädchen und Frauen. Tanja Krott ist eine Königin - allerdings keine, die etwas mit Krone, langen Kleidern und schicken Bällen am Hut hat. Vielmehr mit Landwirtschaft, Tradition und jeder Menge Spaß. Die 43-Jährige ist in diesem Jahr Erntekönigin des Heimatvereins Obrighoven-Lackhausen. Wenige Wochen vor dem Ende ihrer Amtszeit zieht sie Bilanz.
Ehrensache sei es für sie gewesen, auf Anfrage des Vorstandes diese Aufgabe zu übernehmen, sagt Tanja Krott. Übung hatte sie bereits, denn 2006 war sie Obrighovener Schützenkönigin. Und auch die Ernte spielt für die 43-Jährige eine wichtige Rolle im Alltag, denn gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Dirk Mölleken bewirtschaftet sie den Hof seiner Eltern.
Ihren großen Auftritt hatte Tanja Krott gleich zu Beginn ihrer Amtszeit. Beim Erntedankfest 2011 wurde sie zur Erntekönigin gekrönt. „Da steht man dann plötzlich im Mittelpunkt, muss eine Rede halten und ist Aushängeschild des Heimatvereins“, erinnert sie sich. Während der nächsten Monate folgten Auftritte bei Veranstaltungen des Vereins, Einladungen zu Schützenfesten oder gemeinsame Termine mit anderen Heimatvereinen. „Im Vergleich zu meiner Amtszeit als Schützenkönigin war das Jahr als Erntekönigin ruhiger und mit nicht so vielen Terminen versehen“, sagt Tanja Krott. Weniger Spaß gemacht hat’s deshalb aber aber auf keinen Fall. „Ich habe die Zeit sehr genossen. Es hat richtig viel Freude gemacht.“
Auch deshalb, weil es der 43-Jährigen ein persönliches Anliegen ist, sich für Traditionen einzusetzen. Zum Beispiel beim Einbringen des Getreides auf historische Art, mit der sich die Aktiven des Heimatvereins nun auf das kommende Erntedankfest einstimmten. „Es ist doch toll, dass wir hier auf dem Land die Möglichkeit haben, solche Traditionen so lebendig zu halten“, findet Tanja Krott. „Würden wir das nicht tun, würden sie für die nachfolgende Generation verloren gehen.“
Bei eben dieser Generation sei das Landleben übrigens richtig angesagt, beobachtet Tanja Krott an ihrer kleinen Tochter Malin. „Am Kindergeburtstag hat man hier Platz genug, um draußen zu spielen. Und wenn das Wetter schlecht ist, geht’s eben in die Scheune. Die ist der beste Indoor-Spielplatz.“
Am Sonntag, 7. Oktober, feiert der Heimatverein Obrighoven-Lackhausen sein Erntedankfest. Dann muss Tanja Krott ihr Amt abgeben. Um 10 Uhr wird am Evangelischen Krankenhaus die Erntekrone aufgerichtet, die aus dem bei der historischen Ernte gewonnenen Getreide entsteht. Um 11 Uhr beginnt der Gottesdienst in der Reithalle Hohe Mark.
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