Auf Details achten

Lackhausen wächst weiter. Da Wesel vermutlich nicht aus eigener Kraft den demografisch bedingten Sinkflug der Einwohnerzahl stoppen kann, werden mehr attraktive Arbeitsplätze und eben auch Wohnungen benötigt, um Zuzugswillige zu begeistern. Insofern ist es folgerichtig, frühzeitig Baugebiete und Gewerbeflächen auszuweisen. Richtig ist auch, dass mit den vorhandenen Bodenressourcen sparsam umgegangen wird, das heißt, es macht Sinn, mehr in die Höhe, statt in die Breite zu bauen. Also weniger Einfamilien- und Reihenhäuser, stattdessen mehr mehrgeschossige Häuser für alle Generationen.

Der in Lackhausen bekannte ansässige Supermarkt ist sicher ein Magnet für den Ortsteil, aber die geplante Bebauung „Am Schwan - Nord“ liegt nicht unbedingt „in Pantoffelnähe“ zu diesem. Auch ist an Angebote zu denken, sich treffen und miteinander kommunizieren zu können. Wobei man das sicher nicht „verordnen“ kann. Ältere Menschen verbringen circa vier Fünftel des Tages in ihrer Wohnung.

Der Wunsch der Verwaltung: Verkehrsteilnehmer, die in die Kernstadt wollen, fahren über die Julius-Leber-Straße und die Fahrradstraße Holzweg irgendwie in die Stadt, ist wohl eher zur Be(un)ruhigung der Bevölkerung gedacht. Schneller geht es über die Brüner Land- und Isselstraße. Aber noch befinden sich die Planungen ja in der Entwurfsphase. Zukünftig sollte auch auf die Details geachtet werden.
Neithard Kuhrke, Wesel