Attraktiver Gewerbemarkt lockte

Danny Moritz zeigte Jannes Kehr (2), wie leicht die Mülltonnen-Reinigung funktioniert. Daneben Annika Wulf, Sonja Moritz, Bianca Kehr.
Danny Moritz zeigte Jannes Kehr (2), wie leicht die Mülltonnen-Reinigung funktioniert. Daneben Annika Wulf, Sonja Moritz, Bianca Kehr.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Veranstaltung in Brünen geriet zum Volksfest mit Besuchern aus Nah und Fern

Hamminkeln..  Sich möglichen Kunden vorstellen und ihnen bis zum nächsten Bedarf im Gedächtnis zu bleiben - das ist das Ziel der Handwerker, Händler, Dienstleister, die sich am Wochenende auf dem Brüner Gewerbemarkt präsentierten. Rund 70 Aussteller aus Brünen und Umgebung waren zum 14. Mal im Brüner Gewerbegebiet am Stemmingholt zusammen gekommen. Sie, aber auch Trödler und viele andere Angebote lockten zahlreiche Besucher aus Nah und Fern.

Aus Brünen waren vor allem Handwerksbetriebe vertreten: Maler, Dachdecker oder Heizungsinstallateur, Betriebe die Fliegengitter an Fenster montieren, exklusives Parkett verlegen oder Badezimmer in Wellness-Oasen verwandeln. „Kein anderer Hamminkelner Ortsteil hat so viele Handwerker wie Brünen“, weiß Bernd Buschmann, erster Vorsitzender des Brüner Gewerbevereins. „Man nennt uns auch das Handwerker-Dorf.“ Marc Schulte-Bunert, ebenfalls aktives Vereinsmitglied: „Allein mit den Ausstellern aus Brünen könnte man ein ganzes Haus bauen.“

Die Anbieter, die auch aus Wesel, Schermbeck, Raesfeld oder Coesfeld kamen, sorgten für Aufmerksamkeit der Besucher unter anderem durch ungewöhnliche, ins Auge springende Werbung oder durch Vorführungen. So zog ein Betrieb aus Wesel, der die mobile Reinigung heimischer Abfalltonnen anbietet, viel Aufmerksamkeit mit einem ungewöhnlichen Sitzmöbel auf sich: quasi eine Kombination aus Müllcontainer und Strandkorb. Dies solle eine bestimmte Werbebotschaft vermitteln, erklärt Firmenchef Danny Moritz: „Ich wasche die Mülltonne so sauber, dass man sich rein setzen kann.“ Die gereinigte Tonne duftet sogar angenehm nach Zitrone.

Rasenmähen per Smartphone

Ein kleiner Mähroboter, der Rasenflächen bis zu 3000 Quadratmeter schafft, durfte sich auf sechs Quadratmetern grünem Teppich austoben. „Wir wollen hier den Mähzyklus zeigen“, erläuterte Matthis Borchers am Stand eines Landmaschinenhandels aus Marienthal. „Er fährt im Chaos-System - so lange, bis alles gemäht ist.“ Mit rund 2300 Euro ist der Anschaffungspreis allerdings hoch. Für 800 Euro mehr lässt sich das Gerät sogar mit dem Smartphone steuern, und für weitere hundert Euro gibt es Akkus mit längerer Laufzeit - für noch mehr Quadratmeter.

Aber nicht nur Technik beeindruckte. Günther Ring aus Dülmen sorgte mit dekorativen Holzskulpturen, Herzen, Tulpen und Luftballons, im Naturlook oder in leuchtenden Farben lackiert, fürs Beet oder die Wohnung für eine frühlingshafte Atmosphäre. Käufer taten etwas für die gute Sache, denn Ring und ein Kollektiv aus Freunden fertigen die Stücke in ihrer Freizeit an und spenden den Reinerlös an Unicef.

Für die vor Ort vertretenen Autohändler gab es eine eindrucksvolle Werbung am Rande: Wer den großen Parkplatz auf der Wiese befuhr und die holperige Ausfahrt absolvierte, mag darüber nachgedacht haben, dass er sich den ein oder anderen angebotenen Geländewagen vielleicht doch mal näher ansehen sollte...