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Anwohner wollen die Südumgehung

14.02.2012 | 18:31 Uhr
Anwohner wollen die Südumgehung
Täglich passieren die Schermbecker Landstraße über 20 000 Fahrzeuge. Wegen der Auswirkungen wünschen sich Anwohner die Südumgehung herbei. Fotos: Markus Joosten

Wesel.   Anwohner der Schermbecker Landstraße sammelten Unterschriften. Sie hoffen auf eine baldige Umsetzung der Pläne.

Hoffentlich dauert es nicht noch Jahre, bis die ersten Bagger kommen und mit den Arbeiten für die Südumgehung begonnen wird. Diese Ansicht vertreten Anwohner der Schermbecker Landstraße. In den vergangenen Wochen waren die Pläne öffentlich ausgelegt. Eine Reihe von Weselern - vor allem Gegner der Südumgehung - hat Leserbriefe geschrieben. Nun melden sich Befürworter zu Wort. Auch sie haben Unterschriften gesammelt. Ihre Forderung lautet: Südumgehung sofort. Gestern waren sie bei Bürgermeisterin Ulrike Westkamp und haben die Listen überreicht.

Ein großer Erfolg

140 Unterschriften haben sie erhalten, berichtet Monika Oelkers, die gemeinsam mit Lore Friedel, Rosemarie Schleking und Wolfgang Grüter ins Rathaus gekommen ist. Das sei ein großer Erfolg, da sie nur auf einer Länge von 350 Metern gesammelt hätten - auf der Schermbecker Landstraße und auf einigen Parallelstraßen.

Seit 40 Jahren leben sie mit den Plänen für eine Umgehungsstraße, die sie vom Verkehr vor ihren Haustüren entlasten würde. Der Verkehr habe stetig zunommen, sagt Monika Oelkers. Seit Einführung der Lkw-Maut nutzten die Schermbecker Landstraße immer mehr Laster. Immer wieder sei über die neue Straße gesprochen worden. Nun befürchte sie, dass durch Klagen die Realisierung auf Jahre blockiert werde.

40 Jahre ausgehalten

Befürworter der Südumgehung übergaben im Weseler Rathaus Unterschriftenlisten.

„Wir haben den Verkehr 40 Jahre ausgehalten und haben die entstandenen Risse an unseren Häusern ausgebessert. Wir haben auch gehofft, dass die Schermbecker Landstraße saniert wird, da der Untergrund für diesen Verkehr nicht geeignet ist“, so Monika Oelkers. Sie verweist darauf, dass entlang der geplanten Trasse Flächen freigehalten worden sind, an der Schillstraße und Schermbecker Landstraße aber viele Anwohner vom Verkehr betroffen sind.

Die Bürgermeisterin betonte, dass nun ein anderes Stadium erreicht worden sei. Bislang habe man nur über Pläne für die Südumgehung gesprochen. Doch mit der Fertigstellung der neuen Rheinbrücke und dem Bau der Umgehungsstraße in Büderich sei man einige Schritte weitergekommen. Auch befinde man sich in Sachen Südumgehung nun in einem Verfahren. Es mache keinen Sinn, die Pläne für die Umgehung zu kippen, nachdem die Brücke steht und die in Büderich gebaut werde.

Die Stadt werde eine Stellungnahme formulieren, kündigte Stadtplaner Gottfried Brandenburg gestern an. Man werde noch einige Anregungen geben, sagte er. Rückblickend sei der Landesbetrieb bei der bisherigen Planung den Wünschen der Stadt Wesel sehr entgegen gekommen.

Nun müsse der 22. Februar abgewartet werden, meint Ulrike Westkamp. Bis dahin können Anregungen eingereicht werden. „Wer sich bis dahin nicht einbringt, kann später auch nicht klagen“, betonte sie. Gegen Ende des Jahres werde es einen Erörterungstermin geben. Erst wenn das Planfeststellungsverfahren beendet ist, können Klagen eingereicht werden.

Michael Turek

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