Angekommen am Knotenpunkt

Ein Teil der Entlassschüler bei der Feier im Bühnenhaus.
Ein Teil der Entlassschüler bei der Feier im Bühnenhaus.
Foto: Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE
Was wir bereits wissen
99 Zehntklässler der Realschule Wesel-Mitte wurden verabschiedet. Im Bühnenhaus gab es ein Programm mit Reden, Musik und mehr.

Wesel..  Launig, musikalisch, aber auch sehr feierlich ging es zu, als die Zehntklässler der Städtischen Realschule Wesel-Mitte gemeinsam mit ihren Lehrern und Familien ihren Abschluss feierten. 99 junge Männer und Frauen erreichten den Realschulabschluss, 47 von ihnen mit der Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. Sie alle bekamen nun ihre Zeugnisse überreicht. Als Klassenbeste wurden Theresa Neu (10 a), Marie-Sophie Kuper (10 b), Valerie Enns (10 c) und Finja Sablotny (10 d) besonders geehrt.

Das Vorbereitungsteam hatte sich ein abwechslungsreiches Programm für die Abschlussfeier einfallen lassen. Nach einem Gottesdienst in der Martinikirche, bei dem es um das Thema Wurzeln schlagen ging, versammelten sich die Zehntklässler, ihre Lehrer und Gäste im Bühnenhaus. „Die Wurzeln, die ihr an dieser Schule geschlagen habt, haben euch Halt gegeben“, sagte Konrektor Hans-Christian Heese in seiner Begrüßungsrede. Die Schüler davon abgehalten, nun zu gehen, hätten diese Wurzeln aber nicht, und das sei auch gut so. „Denn schließlich war es unser Plan, euch irgendwann einmal gehen zu lassen – aber nicht ohne gute Allgemeinbildung.“

Der Schulabschluss sei wie ein Knotenpunkt, sagte der Schulpflegschaftsvorsitzende Meik Heinsch. „Von hier aus gibt es nun verschiedene Wege, die ihr einschlagen könnt.“ Die Eltern seien froh, dass ihre Kinder dieses Etappenziel erreicht hätten, so Heinsch weiter. Zwar hätten sie keine Zweifel an den Fähigkeiten ihrer Sprösslinge gehabt, sich aber so manches Mal gewundert, „dass neben Facebook, Handy und Tablet noch Zeit zum Lernen blieb.“ Man müsse sich als Mutter oder Vater eben erstmal an den Gedanken gewöhnen, „dass ihr eine andere Generation seid, die ihre Informationen auf anderen Wegen erhält als wir früher.“

Auch der Vorsitzende des Ehemaligenvereins Uwe Steidle sowie Schulleiterin Margit Ickert gratulierten, aus Sicht der Zehntklässler blickte Schülersprecherin Lea Goray auf die Zeit an der Realschule zurück. Für die Stadt sprach die stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Nuyken.

Die Zehntklässler selbst, aber auch andere Schüler wie etwa der Unterstufenchor und die Schulband gestalteten das Programm. Auch die Lehrer brachten sich mit einem Musikbeitrag ein.