Alle Anwohner informieren

Asylbewerber. Angesichts der unrühmlichen Vergangenheit dieses unseres Staates ist es nicht nur eine Geste der Menschlichkeit, Kriegsflüchtlingen sowie Menschen, die in ihren Heimatländern aus politischen und anderen Gründen verfolgt werden, Asyl zu gewähren.

Die Erfahrung der jüngsten Vergangenheit lehrt jedoch, dass die konzentrierte Unterbringung von Asylbewerbern in weiten Kreisen der Bevölkerung für Unruhe sorgt - insbesondere wenn sich die sogenannten Flüchtlingsheime in Wohngebieten befinden.

Auf Grund dieser Erkenntnisse reicht es nicht, wenn sich Bürgermeisterin Ulrike Westkamp (SPD) mit (nur) 25 Anliegern aus dem direkten Umfeld der geplanten Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Landwirtschaftsschule an der Stralsunder Straße trifft, um sie über die Pläne der Stadt Wesel zu informieren. Um negativen Erfahrungen anderer Kommunen in Form von Protesten und anderen Auswüchsen entgegenzuwirken, empfehle ich Rat und Verwaltung der Stadt Wesel, in Form einer Informationsveranstaltung frühzeitig das Gespräch mit allen betroffenen und interessierten Menschen der umliegenden und angrenzenden Wohnquartiere zu suchen, um sich auch Bedenken und mögliche Anregungen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger anzuhören, statt sie mit vollendeten Tatsachen zu konfrontieren.

Aus meiner Sicht der Dinge sind Rat und Verwaltung in der Pflicht, den Menschen dieses Recht trotz der knappen Zeit einzuräumen.