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Winter

Ach, rutscht mir doch ...

01.12.2010 | 18:51 Uhr
Ach, rutscht mir doch ...
Die Ritterstraße als Schlitterstraße. Da blieb streckenweise kein Platz mehr für Fußgänger. Am Mittwoch Nachmittag wurde stellenweise gestreut.

Wesel.„Alle Jahre wieder“ betitelt Kai-Uwe Siegfriedt die vorweihnachtliche Bescherung. Die haben wir, sobald Schnee fällt und nicht geräumt wird. Da stehen Radfahrer wie er auf dem Schlauch und können Fußgänger in der Ritterstraße sehen, wo sie bleiben.

Täglich fährt Kai-Uwe Siegfriedt mit dem Fahrrad zur Arbeit - von Lackhausen nach Obrighoven. Gestern, als der Schnee plattgefahren und vereist war, kam er noch einigermaßen über die Julius-Leber-Straße, jonglierte den Radweg am Molkereiweg entlang, was an der Feldstraße nicht mehr ging, so dass er auf die trockene Fahrbahn auswich. Das letzte Stück bis zur Rudolf-Diesel-Straße hatte der städtische Betrieb ASG nach schlechten Erfahrungen im Vorjahr geräumt, aber an der Rudolf-Diesel-Straße legte der Lackhausener sich prompt lang. „Hier sind die Anwohner zuständig“, weiß er, fragt sich aber, ob die das denn auch wüssten.

Sie müssen es wissen, und jedenfalls haben sie zu handeln. Am besten unverzüglich, wenn’s geschneit hat, weil sie sonst gegen eine Eiskruste anzukämpfen haben. An der Ritterstraße hat vermutlich so gut wie keiner was gewusst. Da war die Chance, sich die Knochen zu brechen, besonders groß, weil an langer Häuserfront der Gehsteig nicht geräumt und ein Ausweichen auf die durch Bauzäune abgetrennte andere Straßenseite nicht möglich ist.

Täglich zwischen 7 und 20 Uhr

Viele weitere Beispiele, etwa auch an der Dudel-Einfahrt an der Kreuzstraße gäbe es. „Wir sind auf Hinweise angewiesen“, sagt Gerd Füting vom zuständigen Fachbereich der Stadt. Vor Häusern und Grundstücken haben Eigentümer täglich zwischen 7 und 20 Uhr, sonn- und feiertags ab 9 Uhr für Sicherheit bei Schnee und Eis zu sorgen und einen Gehstreifen „von mindestens einem Meter Breite freizuhalten“, wie Füting sagt. Hand anlegen müsse man, sobald der Schneefall aussetze, möglicherweise auch wiederholt. Nicht Salz, sondern „abstumpfende Stoffe“ wie insbesondere Sand sollten auf rutschigem Untergrund gestreut werden.

Wer nicht Eigentümer ist, ist nicht automatisch aus dem Schneider. Mieter müssen sich vergewissern, ob der Vermieter den Winterdienst auf sie übertragen hat oder nicht.

Bei ihren Einsätzen haben die Mitarbeiter der Stadtwacht ein Auge auf die Situation. Sie haben ein Informationsschreiben dabei, das sie im Falle nicht geräumter Wege in die Briefkästen der angrenzenden Häuser stecken. Wer gegen Schnee und Eis nichts tue und auffalle, könne wegen einer Ordnungswidrigkeit zur Kasse gebeten werden, so Füting.

NRZ

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Kommentare
02.12.2010
00:23
Ach, rutscht mir doch ...
von _Mr.T_ | #1

Wieso fährt Herr Kai-Uwe Siegfriedt nicht einfach überall dort auf der geräumten Straße wo der Radweg nicht geräumt ist? Nicht geräumt = nicht vorhanden...da sagt die Polizei auch nichts - im Gegenteil. Und selbst der PKW fahrende Weseler nimmt da Rücksicht...

Blöd wirds erst, wenn die Stadt beim räumen der Straßen nicht hinterher kommt...

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