Abiturienten verabschieden sich von der Gesamtschule

Ihre Wege trennen sich jetzt - sie haben ihr Abschlusszeugnis in der Tasche.
Ihre Wege trennen sich jetzt - sie haben ihr Abschlusszeugnis in der Tasche.
Foto: Foto: Johann Ridder / FUNKE Foto

Wesel..  Hakuna Ma’Abi – unter diesem Motto feierten die Abiturienten der Gesamtschule am Lauerhaas ihr bestandenes Abitur. Dazu trafen sie sich am Freitag im Lutherhaus für einen Gottesdienst und die Zeugnisübergabe, gefeiert wurde im Anschluss nach einem kurzen Sektempfang im Landhaus Ridder.

Das Motto der Abiturienten ist abgeleitet von dem Spruch „Hakuna Matata“, der besonders durch ein Lied aus dem Film „Der König der Löwen“ bekannt ist. Er bedeutet so viel wie „Es gibt keine Probleme“. Schulleiter Dirk Timmermann und Veit Krickmeyer, Abteilungsleiter der Oberstufe, nutzten die Gelegenheit und legten nach kurzem Philosophieren über das Motto selbst einen musikalischen Auftritt hin.

Gelungene Überraschung

Begleitet von der Gitarre sangen die beiden das bekannte Lied, umgetextet auf „Hakuna Ma’Abi“ - eine Aktion, mit der niemand gerechnet hatte. Die Abiturienten waren begeistert und bedankten sich mit langem Beifall. Moderatorin Sumea Sarzio: „Dafür finde ich jetzt keine Worte, aber ich würde sagen, wir haben es geschafft.“ Sie führte gemeinsam mit Dominik Vorholt durch das Programm.

Stellvertretend für Bürgermeisterin Ulrike Westkamp gratulierte Birgit Nuyken zum bestandenen Abitur. Sie erzählte aus ihrer Erfahrung: „Die Liebe zur Schule wächst mit der zeitlichen Entfernung“, auch wenn viele Abiturienten nun erst einmal froh seien, dass dieser Abschnitt endet.

Jahrgangsstufen- und Schülersprecher Fabian Fleuren war kritisch: „Jetzt folgen Ausbildung und Studium – ob das besser ist?“ Seine Stufe war „ein Team, das sich jedem Abenteuer gestellt hat“. Besonders traurig machte ihn, dass sich viele Wege trennen werden. Daher forderte er: „Man sollte alles dafür geben, dass Freundschaften nicht abreißen.“

Dass es mit den Abiturienten nicht immer einfach war, erzählten die Beratungslehrer Diana Wenning und Christoph Wichmann. Denn viele hätten das Motto „knapp, aber passt schon“ für das Abitur gehabt. Die Konsequenz für die Lehrer seien verlorene Haare und Anti-Age-Cremes gewesen, scherzten sie. Ihr Rat an die Absolventen: „Haben Sie den Mut, Entscheidungen zu treffen. Schreiben Sie aktiv die Geschichte ihres Lebens.“

Für eine Auflockerung der emotionalen Momente sorgte die Abi­band, die moderne Lieder wie „Flash mich“ von Mark Forster spielte. Mit dabei waren Olivia Klyk, Büsra Cengiz, Sabrina Schmitz, Dominik Vorholt, Martin Pawlusiak, Lukas Bergkemper und Fabian Nickel.