50 Jahre Beständigkeit

Auch Live-Musik gab es zum 50-jährigen der Christuskirche in Flüren. Hier der Posaunenchor Feldmark/Flüren.
Auch Live-Musik gab es zum 50-jährigen der Christuskirche in Flüren. Hier der Posaunenchor Feldmark/Flüren.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die evangelische Kirchengemeinde Bislich-Diersfordt-Flüren feierte den Geburtstag der Christuskirche.

Wesel..  50 Jahre Christuskirche Flüren: Das feierte die evangelische Kirchengemeinde Bislich-Diersfordt-Flüren am Sonntag mit einem großen Gemeindefest und einem Gottesdienst, gehalten von Pfarrer Armin Becker.

Auf dem Gemeindefest gab es ein buntes Programm für Jung und Alt: Kinder konnten Bilder malen, sich auf einer Hüpfburg austoben, am Stand von Kriemhilds Mühle Brötchen backen, sich schminken lassen und am Glücksrad drehen. Für die Erwachsenen gab es einen großen Bücherverkauf, einen Stand vom Weltladen Esperanza, außerdem codierte die Polizei Fahrräder. Zur Eröffnung des Festes gab es ein offenes Singen mit dem Posaunenchor Feldmark/Flüren. Musikalischen Beiträgen lauschen konnte man auch beim Konzert in der Kirche, wo unter Anderem der Gospel Chor unter der Leitung von Herrn Hagedorn auftrat.

Ein gutes Zeichen

Die Pfadfinder verkauften Waffeln, zudem gab es Frisches vom Grill. Besonderer Höhepunkt: Die Geburtstagstorte für die Kirche. Auf einem gelben Marzipan-Aufleger schmückten zwei Bilder der Kirche die Torte. Auch auf 50 Kerzen, eine für jedes Jahr des Bestehens, wurde nicht verzichtet. Diese pustete Pfarrer Becker mit einigen Helfern aus. Das erste Stück der Torte ging an den Superintendenten Thomas Brödenfeld. Er erinnerte in seiner Ansprache daran, dass die Christuskirche die zweite, hier neu gebaute Kirche nach dem zweiten Weltkrieg war – nach der Gnadenkirche, in der er selbst als Pfarrer arbeitet. Besonders stolz könne man angesichts der aktuellen Entwicklungen sein: „Viele Kirchen werden geschlossen und zu Wohnraum umgewandelt.“ Da könne man es als gutes Zeichen sehen, dass die Gemeinde in der Christuskirche noch so beständig sei. Er wünschte der Gemeinde weiterhin Lebendigkeit und dass, „sie den Menschen Stärkung, Zuflucht und Ermutigung“ sei.

Auch Dr. Peter Heß, zweiter stellvertretender Bürgermeister, gratulierte zum Jubiläum. „Die Kirche hat dazu beigetragen, dass sich Flüren positiv entwickelt“, beschrieb er. Einige Mitglieder aus Partner-Gemeinden waren zum Fest gekommen. So auch Pfarrer Henning Utpatel aus Rehfeld in Brandenburg. Er erinnerte daran, dass es vor 50 Jahren durch die Mauer nicht möglich war, die Gemeinde zu besuchen. „Dass wir heute so einfach hier herfahren können, dafür sollten wir dankbar sein.“

Fusion war ein langer Prozess

50 Jahre – eine Zeit, in der sich einiges bewegt hat. 1999 schlossen sich die Gemeinden Bislich, Diersfordt und Flüren zusammen. „Das war ein längerer Prozess“, sagt Pfarrer Becker, der diese Entwicklung von Anfang an mitgestaltete. Mittlerweile sei man zusammengewachsen, so Becker.

Im Jahre 2000 wurde die Schlosskirche in Diersfordt renoviert. Zwei Pfarrhäuser wurden geschlossen, eines in Diersfordt und 2010 auch das in Flüren. Nachdem das Gemeindehaus renoviert wurde, konnte dann 2012 auch die Kirche selbst erneuert werden. Da gab es zum Beispiel eine neue Lichtanlage und restaurierte Glasfenster: „Alles wurde nach dem Konzept der einladenden Kirche freundlicher gestaltet“, so Becker.