400 Tonnen Salz pro Stunde

Bei der Vorstellung der neuen Salzverladestation der Firma Hülskens in Wesel (von links): Jörg Hüting (GesFa. Hülskens), Franz Michelbrink (Stadtwerke Wesel), Erich Krug (Fa. Esco), Jens Briese (Deltaport), Werner Schaurte-Küppers (Fa. Hülskens), Ulrike Westkamp (Bürgermeisterin), Konrad Krieger (Fa. Hülskens), Dr. Rudolf Koß (Fa. Hülskens), Michael Schulz (Fa. Hülskens) und Dr. Peter Langenbach (Fa. Hülskens).
Bei der Vorstellung der neuen Salzverladestation der Firma Hülskens in Wesel (von links): Jörg Hüting (GesFa. Hülskens), Franz Michelbrink (Stadtwerke Wesel), Erich Krug (Fa. Esco), Jens Briese (Deltaport), Werner Schaurte-Küppers (Fa. Hülskens), Ulrike Westkamp (Bürgermeisterin), Konrad Krieger (Fa. Hülskens), Dr. Rudolf Koß (Fa. Hülskens), Michael Schulz (Fa. Hülskens) und Dr. Peter Langenbach (Fa. Hülskens).
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die neue Verladestation der Firma Hülskens im Weseler Stadthafen wurde offiziell eröffnet. Das Unternehmen investierte zwei Millionen Euro.

Wesel..  Der Betrieb hat sich bereits eingespielt: Routiniert und souverän fährt ein Lkw nach dem anderen rückwärts in die hohe Kipphalle an der Hafenstraße im Stadthafen. Dort kippen die Fahrer Salz aus dem Borther „esco“- Bergwerk in Trichter ab, unterstützt von einer Absauganlage.

Anschließend wird das Salz über geschlossene, witterungsgeschützte Systeme weiter direkt an das Wasser transportiert und dort auf Binnenschiffe und Küstenmotorschiffe verladen.

Seit Anfang Januar läuft die neue Verladeanlage der Firma Hülskens. Schon 50 000 Tonnen Salz sind seitdem störungsfrei umgeschlagen worden.

Gestern wurde die Anlage bei einer Feier mit rund 200 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie der beteiligten Firmen offiziell eröffnet.

Offene Bahnwaggons

Schon lange kooperieren Hüls­kens und das Borther Salzbergwerk. Seit 1926 und bis Ende 2014 verlud das Weseler Unternehmen zunächst seinerzeit für Solvay, dann für „esco“ Salz aus zuvor in Borth beladenen Bahnwaggons auf Schiffe im Hafen an der Momm in Rheinberg-Ossenberg.

Das System sei aber nicht mehr zeitgemäß gewesen, sagte „esco“-Geschäftsführer Erich Krug. In den offenen Bahnwaggons sei das Salz ungeschützt der Witterung ausgesetzt gewesen, das habe qualitative Einbußen mit sich gebracht.

Eine Umstellung auf Lkw sei auf der Strecke nach Ossenberg nicht denkbar gewesen, ergänzte Hülskens-Geschäftsführer Dr. Rudolf Koß. „Da hätten die Fahrzeuge alle durch zwei Dörfer gemusst.“

Mit dem Bau der Büdericher Umgehungsstraße, der neuen Rheinbrücke und der Ertüchtigung des Weseler Stadthafens habe sich die Infrastruktur so geändert, dass die Verlagerung nach Wesel möglich wurde, so Koß weiter. Eine richtige Entscheidung, befand Bürgermeisterin Ulrike Westkamp.

Die Stadt sei aufgrund ihrer moderaten Entwicklung der Gewerbesteuer ein guter Wirtschaftsstandort. Und auch für Wesel selbst sei die Ansiedlung der neuen Verladestation gut. „Das sichert Arbeitsplätze.“

Rund 400 Tonnen Salz können dank der neuen Station nun stündlich im Stadthafen verladen werden, das entspricht rund 16 Fahrzeugen. Hülskens und „esco“ streben eine Jahrestonnenmenge von 400 000 Tonnen an, das bedeutet acht bis neun Schiffe pro Woche. Für den Hafen sei der Bau der Verladestation ein wichtiger Schritt, betonte Deltaport-Geschäftsführer Jens Briese. Die Menge des verladenen Salzes erhöhe des Jahresumschlag des Stadthafens voraussichtlich um zehn Prozent.