22 barrierefreie Wohnungen

An der Ecke  Andreas-Vesalius-Straße/Kraftstraße sollen die Neubauten entstehen. Im Herbst beginnen die Arbeiten, dann werden diese alten Häuser aus dem Jahr 1926 abgerissen.
An der Ecke Andreas-Vesalius-Straße/Kraftstraße sollen die Neubauten entstehen. Im Herbst beginnen die Arbeiten, dann werden diese alten Häuser aus dem Jahr 1926 abgerissen.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Für das Neubaupojekt der Wohnungsbaugenossenschaft Wesel werden Häuser abgerissen. Die jetzigen Mieter müssen bald ausziehen.

Wesel..  Auf ein gutes Jahr 2014 blickte die Wohnungsbaugenossenschaft Wesel bei ihrer Mitgliederversammlung zurück. Wie Geschäftsführer Johannes Hußmann berichtet, übertraf der Jahresüberschuss in Höhe von 549 000 Euro das Vorjahresergebnis um 32 000 Euro, und das, obwohl die Instandhaltungskosten höher ausfielen als geplant. Die Genossenschaft konnte eine vierprozentige Dividende an ihre Mieter ausschütten.

Auch dieses Jahr wird ein wichtiges für die Wohnungsbaugenossenschaft, denn es steht ein großes Neubauprojekt an: An der Ecke Kraftstraße/Andreas-Vesalius-Straße werden drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 22 Wohnungen entstehen. Für das Projekt müssen alte Häuser, die dort derzeit noch stehen, weichen. Die Abrissarbeiten sollen im Herbst beginnen, an der Andreas-Vesalius-Straße werden die Häuser mit den Nummern 18 und 20 zurückgebaut, an der Kraftstraße die Häuser 22 bis 28.

Hilfe beim Umzug

Fünf Mietparteien leben derzeit noch in den Häusern. Alle hätten schon länger von den Vorhaben gewusst und Verständnis, sagt Johannes Hußmann. Für vier der fünf Parteien seien schon neue Wohnungen aus dem Bestand der Genossenschaft gefunden, für die fünfte suche man derzeit noch etwas Passendes. Im Juli oder August sollen die Umzüge erfolgen, bei denen die Wohnungsbaugenossenschaft ihren Mietern unter die Arme greifen möchte, wie der Geschäftsführer verspricht.

Die Häuser, die abgerissen werden, stammen aus dem Jahr 1926. Energetisch und in Bezug auf die Grundrisse entsprechen sie nicht mehr modernen Standards, erklärt Hußmann den Hintergrund. Die neuen Wohnungen werden barrierefrei und auf vergleichbar „hohem Standard wie unsere Häuser an der Isselstraße und Kolpingstraße.“ Die Fertigstellung ist für Herbst bis Winter 2016 vorgesehen.

Auch Neuwahlen standen bei der Mitgliederversammlung auf der Tagesordnung. Aus Altersgründen schied Helmut Kettner aus dem Aufsichtsrat aus, für ihn wurde Maren Kleine-Vehn neu gewählt. Zudem bestätigten die Mitglieder Thomas Gilhaus. Turnusgemäß werden jedes Jahr zwei der sechs Aufsichtsratsmitglieder neu gewählt.

Treue Mieter

Für ihre langjährige Treue wurden die Eheleute Arnold und Annemarie Brühl sowie Irmgard Hülsemann geehrt. Alle drei sind bereits seit 60 Jahren Mieter der Wohnungsbaugenossenschaft. Eine weitere Mieterin, Annemarie Domke, lebt ebenfalls seit 60 Jahren in einer Wohnung der Genossenschaft, konnte aber aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Versammlung teilnehmen. Die Ehrung solle im Rahmen eines Besuches in der Wohnung der Mieterin nachgeholt werden, sagt Johannes Hußmann.