2014 mehr Grundstücke verkauft

Kreis Wesel. 2 934 Grundstücke wechselten im Kreis Wesel (außer der Städte Wesel, Dinslaken und Moers) im Jahr 2014 den Besitzer, das ist ein Anstieg um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders zu Jahresende entschieden sich viele Interessierte noch für den Kauf, um die Erhöhung der Grunderwerbssteuer zum 1. Januar von bisher 5,0 auf 6,5 Prozent noch zu umgehen. Bei unbebauten Grundstücken war die Steigerung mit 29 Prozent am höchsten.

Darüber hinaus hat der Gutachterausschuss im Kreise Wesel die neuen Bodenrichtwerte für zehn Städte und Gemeinden des Kreises beschlossen. Die Grundstückspreise für Häuslebauer blieben nur im Bereich der Gemeinde Hünxe unverändert. Während in einzelnen Gebieten von Schermbeck nur geringe Preiserhöhungen festgestellt wurden, zogen in mehreren Bereichen von Hamminkeln die Preise deutlich an. Durchschnittlich kostet ein Quadratmeter erschlossener Baugrund nun in Hünxe zwischen 110 Euro (Gartrop) und 215 Euro (Geschäftslage im Ortskern). In Schermbeck zahlt man zwischen 160 Euro (Gahlen) und 260 Euro (Geschäftslage im Ortskern). Im Hamminkelner Stadtgebiet kann man in Wertherbruch für 100 Euro pro Quadratmeter Grund und Boden erwerben – im Stadtkern kostet die gleiche Fläche durchschnittlich 250 Euro.

665 Grundstücks-Kaufverträge wurden im vergangenen Jahr im Weseler Stadtgebiet unterschrieben, dies ist eine Steigerung gegenüber 2013 um „nur“ drei Prozent. Grund für den im Vergleich zu den Nachbarstädten geringeren Anstieg sei, dass es in Wesel weniger Neubaugebiete gebe, erläuterte Udo Zimmermann von der Stadt Wesel.

Wer in der Hansestadt ein Grundstück erwerben möchte, muss zwischen 120 Euro (mäßige Wohnlage) und 210 Euro (gute Wohnlage) pro Quadratmeter bezahlen. Die Preise für Baugrundstücke wurden teilweise gesenkt, teilweise angehoben.