1000 Besucher kamen ins Humberghaus

Foto: WAZ FotoPool

Hamminkeln..  Der Heimatverein Dingden hat in diesem Jahr erneut viel vor. Und er bleibt attraktiv. Auch wenn die Zahl der Mitglieder von 602 auf derzeit 593 gefallen ist. „Normalerweise ist die Zahl 600 die Messlatte, die wir ungern unterschreiten“, sagt Geschäftsführer Karl-Heinz Nelskamp. „Jetzt ist es nunmal so.“ Allerdings seien in der Rechnung auch 15 Neumitglieder enthalten. Grund genug, weiterhin an der überregionalen Strahlkraft zu arbeiten, die im vergangenen Jahr rund 1000 Besucher allein ins Humberghaus zog.

Mit vielen Fotos erinnerte Ralf Elting vom Vorstand des Heimatvereins auf der Jahreshauptversammlung nun an die Ereignisse des vergangenen Jahres, unter anderem an die teuren Sanierungen im Heimathaus - so musste eine neue Heizungsanlage eingebaut sowie der Holzwurm im Gebälk des Hauses thermisch bekämpft werden.

Durch diese Sanierungsmaßnahmen weist die Vereinskasse nun ein knappes Defizit von rund 600 Euro auf. Karl-Heinz Nelskamp hob hervor, dass nur aufgrund eines Betriebskostenzuschusses durch die Stadt von 3000 Euro das Ergebnis in etwa ausgeglichen gestaltet werden konnte. Aus den laufenden Einnahmen allein sei der Betrieb beider Häuser - Heimat- und Humberghaus - aber nicht zu unterhalten. Auf rund 7000 Euro beziffert Nelskamp die Fixkosten für beide Häuser pro Jahr.

Und vor allem bei der Erweiterung des Humberghauses sei man auf Sponsoren angewiesen. Zum einen, was den Platz für neu hinzukommende Exponate betrifft. Diese Kosten könne man kaum planen, so Nelskamp. Zum anderen was den Wunsch eines Versammlungsraumes angeht, in dem der Heimatverein besonders Schulklassen willkommen heißen möchte. Der größere Raum werde aber zunächst nur ein Wunsch bleiben, sagt Nelskamp im Gespräch mit der NRZ. Denn die Chance auf Fördertöpfe habe man in diesem Jahr nicht, und auch die Vorgaben des Denkmalschutzes müssten eingehalten werden. Für ein anderes Projekt sind unterdessen die Voraussetzungen geschaffen. So ist bereits das Fundament für die Feuertreppe bereitet, die vom Obergeschoss des Humberghauses an der Fassade in den Garten führen soll. Rund 5000 Euro werden dafür fällig, und sie können nur gestemmt werden, weil die beteiligten Unternehmen - Architekt Johannes Bielefeld, Landschaftsbau Dickmann und Metallbauer Christoph Schmenk - weitestgehend auf ihre Bezahlung verzichteten.