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Landgericht

Zeugin bestätigt Vergewaltigungsvorwürfe

15.02.2011 | 20:20 Uhr
Zeugin bestätigt Vergewaltigungsvorwürfe
Symbol-Foto: Oliver Lang/ddp

Altena/Hagen. Im Vergewaltigungsprozess vor dem Hagener Landgericht schweigt der angeklagte Altenaer (37) zu den Vorwürfen. Die 1. Große Strafkammer hörte Zeugen – darunter auch das mutmaßliche Opfer.

Als die Hauptbelastungszeugin am Dienstag in den in den Zeugenstand treten musste, blieb ihr wenigstens eine öffentliche Aussage erspart blieb. Hinter verschlossenen Türen bestätigte sie die Vorwürfe gegen ihren angeklagten Ex-Freund.

Vor ihrer Befragung hörte das Gericht den Polizeibeamten, der sie nach ihrer Anzeigenerstattung vernommen hatte. Ihm hatte sie geschildert, was sich am Tattag abgespielt haben soll. Demnach war es zwischen ihr und dem Angeklagten zunächst zu einem Streit gekommen, als sie ihm mitgeteilt hatte, doch nicht mit ihm zusammenziehen zu wollen. Im weiteren Verlauf des Tages, so ihre Aussage bei der Polizei, hatte er sie geschlagen und sich später entschuldigt.

Opfer konnte sich nicht wehren

Danach hatte er sich ihr genähert und versucht, sie zu küssen. Sie hatte ihn abgewiesen. Er hatte sich nicht abwehren lassen. Als sie schrie, hatte er ihr ein Kissen auf das Gesicht gedrückt. Wegen Atemnot und aus der Angst heraus, sie könne ersticken, war sie verstummt und hatte alles über sich ergehen lassen. Danach war sie weinend eingeschlafen.

Einem weiteren Beamten gegenüber hatte sie erwähnt, sie habe gewusst, dass der Angeklagte vor Jahren eine andere Frau vergewaltigt hatte. Details, erklärte der Beamte, habe sie nicht gekannt. Sie habe die Sache mit dem Kissen geschildert. Interessant dabei: Zu einem ähnlichen Vorfall sei es auch bei der Tat in der Vergangenheit gekommen.

Ihrer Mutter, die von Anfang an gegen die Beziehung zwischen ihrer Tochter und dem Altenaer gewesen war, hatte die junge Frau nur von den Schlägen berichtet und eine Andeutung gemacht. Vor Gericht erklärte die 50-Jährige, sie habe sofort an eine Vergewaltigung gedacht. „Ich hatte da so ein Gefühl.“ Das Verfahren wird am Donnerstag, 24. Februar, fortgesetzt.

Sylvia Mönnig



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