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Gericht

Strafe nicht gezahlt, erneut vor Gericht

07.06.2012 | 07:00 Uhr
Strafe nicht gezahlt, erneut vor Gericht
Foto: Oliver Lang/ddp

Neuenrade.   Weil ein Exhibitionist seine Strafe nicht zahlen wollte, musste er sich vor dem Altenaer Amtsgericht nun erneut verantworten. Mit einer Zahlung von 250 Euro an das Kinderhospiz wurde das Verfahren eingestellt.

Peinliches Nachspiel: Im Zug und vor den Augen einer fremden Frau hatte ein 20-jähriger Neuenrader einem plötzlich „Verlangen“ nachgegeben und selbst Hand angelegt. Im Februar hatte ihn dieser Akt verbotener Freizügigkeit vor das Altenaer Amtsgericht gebracht. Dort erhielt er eine Chance, die er jedoch nicht zu schätzen wusste. Mittwoch saß er erneut auf der Anklagebank.

Rückblende: Kurz vor der Haltestelle Neuenrade-Küntrop hatte der Neuenrader am 13. November plötzlich die Hose geöffnet, sein Genital entblößt und daran manipuliert. Eine unfreiwillige Augenzeugin hatte sich belästigt gefühlt und Anzeige erstattet. Anfang Februar wurde der Fall vor dem Altenaer Amtsgericht verhandelt. Eine durchaus peinliche Situation für den jungen Neuenrader, dessen Gesicht knallrot anlief.

Schuldbewusst wich er jedem Blick aus, sah kaum hoch. Er stand zu seiner Tat, übte sich in Selbstkritik: „Ich weiß selbst, dass die Idee scheiße war.“ Richter Dirk Reckschmidt konnte ihm nur beipflichten. Unmissverständlich warnte er ihn vor einem weiteren Fehltritt: „Nicht noch einmal so etwas – auch nichts anderes.“

Noch eine letzte Chance

Um eine peinliche Erfahrung reicher, kam der jugendliche Exhibitionist mit einem blauen Auge davon: Gegen Zahlung von 250 Euro an das Kinderhospiz Balthasar wurde das Verfahren vorläufig eingestellt.

Allerdings war die Situation vor Gericht offenbar noch nicht unangenehm genug. Der junge Neuenrader zahlte seine Raten nicht. Zwangsläufige Konsequenz: In dieser Woche saß er wieder auf der Anklagebank – nicht weniger peinlich berührt als beim letzten Mal. Umständlich holte er zur Erklärung aus, legte schließlich einen Beleg vor. Denn, mittlerweile waren zumindest 100 Euro geflossen. Das Gericht gab ihm eine allerletzte Chance: Sobald er die restlichen 150 Euro gezahlt hat, wird sein Verfahren endgültig eingestellt.



Kommentare
07.06.2012
11:04
Strafe nicht gezahlt, erneut vor Gericht
von alfredesser | #2

Folge zu 1 :10:48Strafe nicht gezahlt, erneut vor Gericht
Es sollte doch auch längst bekannt sein, dass Exhibitionisten die sich vor erwachsenen Frauen zeigen in der Regel weder erschrecken oder beleidigen wollen, noch gewalttätig sind oder werden - sie wollen doch nur zeigen. Und wem es nicht gefällt, hat die Möglichkeit einfach nicht hinzu schauen (das wird von der Polizei einen Mann geraten wenn es umgekehrt ist - wenn sich eine Frau schamlos zeigt). Finde das Verhalten zwar auch nicht in Ordnung - aber hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Alfred Esser

07.06.2012
10:48
Strafe nicht gezahlt, erneut vor Gericht
von alfredesser | #1

Sicherlich war das nicht zu akzeptieren was der junge Mann da veranstaltete.
Doch kann der neutrale und objektive Beobachter solcher schamlosen Zurschaustellungen folgendes feststellen:
Der kleine Unterschied und seine großen Folgen.
Hier kann bei den Frauen von Emanzipation keine Rede sein. Zwar saufen und rauchen Frauen mittlerweile wie Männer - auch im Berufsleben haben sie sich den Männern angepasst - doch schamlos zeigende Männer sich anzuschauen damit haben einige Frauen noch ein großes Problem, da machen sie ein auf Opfer - auch laut Gesetz (§ 183) gelten sie als geschädigt wenn sie einen entblößten Männerkörper unfreiwillig sehen.. Wenn sich dagegen eine Frau den Männern entblößt zeigt, sind die in der Regel hoch erfreut, finden das geil und kämen nie auf die Idee die Polizei zu rufen - und wenn die Schamlose dazu auch noch jung und hübsch ist, ist das für sie ein Hochgenuss (es sei denn der Mann ist Homosexuell - aber selbst der, würde nicht die Polizei rufen). Es sollte doch

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